Hybridantriebe: Aufwärmprogramm

Hybridantriebe sind unumgänglich, um den Flottenverbrauch und somit die CO2-Emissionen zu senken. Wenn aber der Verbrennungsmotor immer wieder abgeschaltet wird, stellen sich neue Fragen zur Reduktion von Schadstoffen.

| Autor: Gernot Goppelt

Der Emicat von Vitesco nutzt den Strom von 48-Volt-Hybridsystemen, um Katalysatoren von Dieselmotoren aufzuheizen, wenn das Abgas zu kühl ist.
Der Emicat von Vitesco nutzt den Strom von 48-Volt-Hybridsystemen, um Katalysatoren von Dieselmotoren aufzuheizen, wenn das Abgas zu kühl ist. (Bild: Vitesco)

Hybridantriebe sind dadurch gekennzeichnet, dass Elektro- und Verbrennungsmotor gemeinsam das Auto antreiben. Dabei ist es das Ziel der Entwickler, den Verbrennungsmotor (nachfolgend VKM = Verbrennungskraftmaschine) möglichst oft abzuschalten, um den Kraftstoffverbrauch zu senken.

Die Hybridisierung verschärft also einen alten Zielkonflikt: Wenn die VKM weniger leisten muss, sinken die Abgastemperaturen. Bewährte Verfahren konventioneller Antriebe greifen nicht mehr vollständig. Das beginnt bereits bei 48-Volt-Mild-Hybriden: Wenn die E-Maschine beispielsweise 15 oder 20 kW beiträgt, wird man sie natürlich konsequent nutzen, um zu „boosten“ und die VKM zwecks weniger CO2-Emission zu entlasten. Kritisch ist das zum Beispiel im städtischen Lieferverkehr von Dieseltransportern, die dadurch nicht auf eine genügend hohe Abgastemperatur kommen, um ihre NOx-Emission zu reduzieren.

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