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IFA baut Zukunftswerkstatt für das Kfz-Gewerbe auf

| Autor: Andreas Wehner

Das Geislinger Institut für Automobilwirtschaft will mittelständische Unternehmen aus der Kfz-Branche beim technologischen Wandel unterstützen und für Zukunftsthemen fit machen. Das Land Baden-Württemberg fördert das Projekt mit 700.000 Euro.

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Ministerin Nicole Hoffmeister-Kraut und IFA-Direktor Prof. Stefan Reindl bei der Übergabe des Projektantrags.
Ministerin Nicole Hoffmeister-Kraut und IFA-Direktor Prof. Stefan Reindl bei der Übergabe des Projektantrags.
(Bild: IFA)

Das Geislinger Institut für Automobilwirtschaft (IFA) baut eine „Zukunftswerkstatt 4.0“ für das Kfz-Gewerbe auf. Sie soll die mittelständischen Unternehmen aus der Kfz-Branche bei den Veränderungen unterstützen, die durch neue Technologien und den damit verbundenen gesellschaftlichen Wandel entstehen. Das Land Baden-Württemberg fördert das Projekt mit 700.000 Euro.

„Insbesondere markenungebundene Unternehmen sind tendenziell vom Veränderungsdruck und der offensichtlichen Transferdynamik häufig überfordert“, sagte IFA-Direktor Prof. Stefan Reindl. Während die Unternehmen der Automobilindustrie durch Größe und Struktur aktiv Einfluss auf die Transformation nehmen könnten, gebe es für Autohäuser und Werkstätten häufig enge Grenzen, wenn es um die Erprobung neuer Technologien und Dienste gehe.

Hier soll die Zukunftswerkstatt ins Spiel kommen. „Sie wird Innovationsschaufenster, Schulungszentrum und Testlabor für die Technlogien, Prozesse und Geschäftsmodelle von morgen und übermorgen sein“, sagte die baden-württembergische Wirtschafts- und Arbeitsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut.

Anhand einer realen Betriebsstruktur soll es 22 Lernstationen entlang der Customer-Journey in Verkauf und Aftersales geben. Dort sollen die Auswirkungen von Technologietrends vermittelt werden. Zudem kommen Aus- und Weiterbildungsangebote, Produkttrainings und andere Veranstaltungen in Betracht.

Die Zukunftswerkstatt soll im Großraum Stuttgart entstehen. Aktuell sucht das IFA nach geeigneten Immobilien. Interessant seien vor allem Autohäuser, die ihren Betrieb nicht fortführen können oder wollen. Zudem entsteht aktuell ein Kompetenzkonsortium aus den Unternehmen des Kfz-Gewerbes. Die frühzeitige Einbindung von Partnern soll die konzeptionelle Ausgestaltung mit Blick auf den Bedarf der Branche sowie die hohe Akzeptanz bei den späteren Nutzern sichern. Interessierte Kooperationspartner sollen mit dem IFA Kontakt aufnehmen.

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Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«