ZDK/IG Metall Kfz-Gewerbe und Gewerkschaft wollen gemeinsam für Fachkräfte sorgen

Von Doris S. Pfaff 2 min Lesedauer

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Mit einer gemeinsamen Strategie wollen die Gewerkschaft IG Metall und der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) den Bestand an Fachkräften und den Nachwuchs für die Branche absichern. Dazu fordern sie auch Unterstützung von der Politik.

IG-Metall-Vorstandsmitglied Ralf Kutzner (l.) und ZDK-Präsident Arne Joswig vereinbarten eine gemeinsame Strategie zur Fachkräftesicherung.(Bild:  ProMotor)
IG-Metall-Vorstandsmitglied Ralf Kutzner (l.) und ZDK-Präsident Arne Joswig vereinbarten eine gemeinsame Strategie zur Fachkräftesicherung.
(Bild: ProMotor)

Digitalisierung, Klima- und Mobilitätswende und der Strukturwandel im Mobilitätssektor ändern und erweitern das Geschäft und die Arbeit von Handels- und Servicebetrieben. Angesichts tiefgreifender Veränderungen haben die Gewerkschaft IG Metall und der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) am Freitag eine gemeinsame Strategie zur Fachkräftesicherung vereinbart.

„Fachkräftesicherung im Kfz-Handwerk kann flächendeckend mit guten tarifgebundenen Arbeitsbedingungen gelingen“, heißt es in der Erklärung, die IG-Metall-Vorstandsmitglied Ralf Kutzner und ZDK-Präsident Arne Joswig in einem Kfz-Betrieb in Elmshorn (Schleswig-Holstein) unterschrieben. Die Mobilitätswende könne ohne ausreichend qualifizierte Fachkräfte in den Autohäusern nicht gelingen. Auf das „Autohaus der Zukunft“ kämen neue Vertriebsmodelle, Infrastruktur für Elektrofahrzeuge und neue Mobilitätsdienstleistungen zu, heißt es in der Erklärung.

Ausbau der Aufstiegs-BAföG und Hilfe bei Meisterausbildung

Die Gewerkschaft und Arbeitgeber wollen Fachkräfte gewinnen, qualifizieren und halten. Dazu pochen IG Metall und das deutsche Kraftfahrzeuggewerbe darauf, dass die Politik die berufliche gegenüber der akademischen Bildung stärker anerkennt. Dafür sei es nötig, das Aufstiegs-BAföG und die staatliche Unterstützung für die Meisterausbildung auszubauen. Die Schulen der beruflichen Bildung arbeiteten an ihrer personellen und technischen Belastungsgrenze. Hier seien Förderungen für Sanierung und Modernisierung notwendig.

Auszubildende benötigten in der Stadt wie Studierende ausreichend Unterkünfte und auf dem Land einen besseren Nahverkehr. „Wir fordern, diese Mobilitätslücken schnellstmöglich zu schließen“, heißt es in der Erklärung. Passgenaue Qualifizierungs-, Unterstützungs- oder Wiedereingliederungsangebote sollten für mehr Durchlässigkeit und Chancen in der Branche sorgen.

Ralf Kutzner, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, sagte: „Die Beschäftigten im Kfz-Handwerk sind entscheidende Macher der Mobilitätswende. Sie und die Branche brauchen gute Qualifizierungs- und Arbeitsbedingungen mit mehr Tarifverträgen.“ ZDK-Präsident Arne Joswig ergänzte: „Für die Transformation in Verbindung mit den Klimazielen im Verkehrssektor ist die Funktionalität der Kfz-Betriebe Voraussetzung. Deshalb muss die Fachkräftelücke geschlossen werden.“

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