Immer weniger Kfz-Betriebe halten den Elektromotor für den Antrieb der Zukunft

E-Autos als Übergangstechnologie

| Autor: Christoph Seyerlein

Kfz-Betriebe erwarten eine steigende Bedeutung von elektrifizierten Fahrzeugen, sehen den Elektromotor mehrheitlich aber nur als eine Übergangstechnologie für andere Antriebe.
Kfz-Betriebe erwarten eine steigende Bedeutung von elektrifizierten Fahrzeugen, sehen den Elektromotor mehrheitlich aber nur als eine Übergangstechnologie für andere Antriebe. (Bild: Daimler)

Werden Elektroautos in Zukunft unser Straßenbild dominieren? Das Kfz-Gewerbe zeigt sich skeptisch. Wie aus den Zwischenergebnissen der Studie „Kfz-Gewerbe 2025plus“ hervorgeht, sieht mit 55 Prozent die Mehrheit der Befragten den Elektromotor nur als Übergangstechnologie für andere Antriebe. Im Vorjahr hatte jener Wert noch bei 49 Prozent gelegen. Der ZDK befragt derzeit gemeinsam mit der Unternehmensberatung BBE Automotive Betriebe aus der Branche nach künftigen Chancen und Aufgaben. Die Gesamtergebnisse der Studie werden auf dem 7. Mannheimer Carcamp am 21. September vorgestellt.

Einig sind sich die Studienteilnehmer darin, dass sich der Antriebsmix schon bald stark verändern wird. Vier von fünf Befragten gaben an, dass der Anteil an Elektroautos steigen wird, ein Wachstum erwarten viele auch bei Hybriden (85 %) und Plug-in-Hybriden (78 %). Aber auch in der Wasserstofftechnologie sieht immerhin die Hälfte eine zukunftsfähige Alternative.

Auf die Veränderungen stellen sich viele Betriebe ein, indem sie sich mit geschultem Personal und entsprechender Betriebsausstattung als „Fachbetrieb für Hybrid- und Elektrofahrzeuge“ (41 %) zertifizieren lassen. Als Beweggründe geben sie in erster Linie die Profilierung des eigenen Betriebes, Marketingzwecke und Neukundengewinnung an (80 %) an. Mehrumsatz und gesteigerte Kundenzufriedenheit folgen als weitere Ziele.

Mehr als ein Drittel der befragten Unternehmer hat bereits in eigene Elektro-Ladestationen (36 %) investiert. Rund 65 Prozent der Betriebe, die eine Ladestation haben, betreiben diese auf dem eigenen Gelände (halb-öffentlich) und 15 Prozent an öffentlichen Plätzen. Für den Betriebsablauf haben 39 Prozent eine Ladestation in der Werkstatt, 18 Prozent im Verkaufsraum.

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