Innung Schwaben: Alois Huber als Obermeister bestätigt

Autor / Redakteur: Holger Zietz / Christoph Baeuchle

Alois Huber ist davon überzeugt, dass die Mitgliedsbetriebe der Kfz-Innung Schwaben für die digitale Zukunft gewappnet sind. Die Mitgliederversammlung bestätigte Huber derweil als Obermeister.

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Reinhard Kolke (li.), Leiter des ADAC-Technikzentrums in Landsberg am Lech und Alois Huber, Obermeister der Kfz-Innung Schwaben.
Reinhard Kolke (li.), Leiter des ADAC-Technikzentrums in Landsberg am Lech und Alois Huber, Obermeister der Kfz-Innung Schwaben.
(Bild: Zietz/»kfz-betrieb«)

Es läuft gut bei der Kfz-Innung Schwaben, und das honorieren die Mitglieder. Auf der diesjährigen Jahresversammlung stand der Vorstand turnusgemäß zur Wahl. Das Votum war eindeutig: Obermeister Alois Huber und sein Team gehen gemeinsam in eine neue Amtszeit.

Kartellvorwürfe hin, Kritik an Emissionen her – das Auto bekommt zwar schlechte Presse, aber „der Individualverkehr ist von den Menschen gewollt“, stellt Obermeister Huber dar. Und er werde gebraucht, denn in ländlichen Regionen seien viele Menschen auf ihr Auto angewiesen. Das bekommen die Autohäuser und Werkstätten der Kfz-Innung Schwaben zu spüren: Es läuft gut.

Dabei lassen sie die Herausforderungen der Zukunft nicht aus dem Auge. Die Meister-Betriebe seien schon lange in der Digitalisierung angekommen, betonte Huber: „In Annahme, Reparatur und Vertrieb wird das bereits gelebt.“ Das sei notwendig, denn der branchenfremde Wettbewerb schläft nicht: Auch für Amazon, Google und Co. ist die Autobranche interessant.

Die Angebote der Internetgiganten nutzen viele Verbraucher täglich. Dabei erhalten die Dienstleister stets Daten über das Kundenverhalten. Ähnlich groß ist der Datenstrom zu den Automobilherstellern. Zwar ist dies im Kfz-Gewerbe nicht der Fall, doch die Betriebe haben einen ganz anderen Vorteil: Der Kunde schaut ein- bis zweimal im Jahr vorbei, dadurch haben die Werkstätten einen persönlichen Kontakt und können Vertrauen aufbauen. Es seit das größte Gut; „Verspielen Sie es nicht!“, sagte der Obermeister.

In der „Autodatenfrage“ steht der Verkehrsclub ADAC fest an der Seite der Werkstätten und Händler. Die Verbraucherschützer fordern eine offene Telematik-Plattform, auf die Kfz-Betriebe, Versicherer und auch Pannenhelfer Zugriff haben. Dabei muss die Hoheit über die Daten beim Verbraucher bleiben: „Der Kunde muss den Datenfluss auch sperren können“, stellte Reinhard Kolke, Leiter des ADAC-Technikzentrums in Landsberg am Lech, auf der Innungsversammlung klar.

Aus den Daten können Rückschlüsse auf das Fahrverhalten gezogen werden, was für Versicherungsangebote interessant sein dürfte. Sachverstände sind schon heute in der Lage, aus den im Fahrzeug erhobenen Daten die Wegstrecke vor einem Unfall zu ermitteln, ganz ohne „Blackbox“.

Noch immer bergen nach Ansicht des ADAC mangelhaft verschlüsselte Fahrzeugdaten ein hohes Diebstahlrisiko für das Fahrzeug. Nicht zuletzt, weil noch längst nicht alle Daten im Fahrzeug verschlüsselt sind. Aus Sicht des ADAC ist es für Diebe viel zu leicht, an die Codierungen der Keyless-Systeme zu kommen.

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