Japan-Sportwagen: Schnell und wild

Von sp-x

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Sie waren scharf, schön und teuer. Vor 20 Jahren stellten sich gleich mehrere Supersportwagen von Honda, Mazda, Mitsubishi, Nissan und Toyota dem Showdown mit westlichen Ring-Racern.

Japan-Sportwagen wie der Nissan 300 ZX waren technologisch top, konnten sich aber in Europa nicht durchsetzen.(Foto:  Nissan)
Japan-Sportwagen wie der Nissan 300 ZX waren technologisch top, konnten sich aber in Europa nicht durchsetzen.
(Foto: Nissan)

Vorwarnungen hatte es immer wieder gegeben, dennoch hatte die westliche Sportwagenwelt nicht mit einer derart großangelegten Attacke japanischer Samurai gerechnet. Gleich fünf fernöstliche Marken wollten es vor 20 Jahren wissen: Wer war die Nummer eins auf schnellen Straßen und Strecken?

Begonnen hatte der Kampf um die Pole Position auf Autobahn und Autodrom mit dem ersten Sieg eines japanischen Sportwagens beim Langstreckenklassiker in Le Mans. Mazda deklassierte im Juni 1991 an der Sarthe mit dem Wankelrenner 787B die geballte Konkurrenz westlicher Supersportler.

Genug Rückenwind, um ein Jahr später mit dem bis zu 176 kW/240 PS starken Serien-Rotarier RX-7 allen Porsches und Corvettes zu zeigen, wo der Hammer in Sachen Leistungsgewicht hängt. Mehr Kraft stellte Toyota im 243 kW/330 PS freisetzenden Supra bereit, der damit die freiwillige Selbstbeschränkung japanischer Autobauer auf 280 PS durchbrach.

Schnellster Markenbotschafter von Mitsubishi wurde der auf 210 kW/286 PS begrenzte 3000 GT. Komplettiert wurde Nippons Hochgeschwindigkeitsflotte durch den Nissan 300 ZX mit 208 kW/283 PS starkem Twin-Turbo-Herz und dem kaum weniger kräftigen Honda NSX als weltweit erstem Serienfahrzeug mit Aluminiumkarosserie.

Fünf Racer, denen die Presse bescheinigte, auch in heikelsten Kurven der Nürburgring-Nordschleife Ruhe zu bewahren. Ruhe herrschte allerdings auch schnell wieder an der Verkaufsfront, denn Preise jenseits der 100.000-Mark-Grenze fordern konnten damals nur prestigereiche Marken, etwa aus Maranello, München oder Stuttgart.

Tradition, aber wenig Prestige

Woran es den Sportwagen aus dem Land der aufgehenden Sonne nicht mangelte, war Tradition. Schon 1966 errang der Toyota 2000 GT weltweite Bekanntheit als Dienstwagen des Kinohelden James Bond und wurde so zum globalen Türöffner für Toyota. Genau den gleichen Erfolg erzielte der Mazda Cosmo 110 S, der 1967 vor dem NSU Ro 80 als erster Zweischeiben-Wankelwagen Geschichte schrieb und in der Formensprache an den Ferrari Superamerica erinnerte.

Bereits etabliert als Sportwagenspezialist war in jenem Jahr Honda durch die Bonsai-Roadster S360 bis S800. Nissan hatte mit seinem Roadster DC-3 sogar schon 1951 ersten Ruhm auf Rennstrecken geerntet und lancierte 1969 mit der 240 Z Fairlady den erfolgreichsten Sportwagen aller Zeiten. Einer der ersten Spezialisten für turboaufgeladene Kraftwerke war dagegen Mitsubishi.

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