Reifentest Kaum noch Verlierer im Sommerreifentest des ADAC

Von Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow 2 min Lesedauer

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Nur „kleinere“ Schwächen konnten die Tester des Münchner Automobilklubs im aktuellen Reifenjahrgang ausmachen. Trotzdem eignet sich nicht jeder Pneu für jeden Fahrertyp.

Die vom ADAC getesteten Reifen der Dimension 215/55 R17 eignen sich für kleine SUVs und Autos der unteren Mittelklasse. (Bild:  ADAC/Marc Wittkowski)
Die vom ADAC getesteten Reifen der Dimension 215/55 R17 eignen sich für kleine SUVs und Autos der unteren Mittelklasse.
(Bild: ADAC/Marc Wittkowski)

Es ist eine gute Nachricht und der Beweis für den hohen Stand der Reifenentwicklung auch bei weniger bekannten Marken: 15 von den 16 Sommerreifen der Dimension 215/55 R17, die der ADAC aktuell getestet hat, schneiden mit „gut“ oder „befriedigend“ ab. Nur ein einziges Modell bekam die Note „ausreichend“ – und auch das nicht wegen mangelnder Fahrsicherheit, sondern wegen seiner geringen Laufleistung.

Die Note „gut“ erreichten die Modelle Continental Premium-Contact 7, Michelin Primacy 4 Plus und Kumho Ecsta HS 52. Als spektakulär lässt sich zweifellos das Abschneiden des Budgetreifens Debica Presto UHP 2 aus dem Hause Goodyear bezeichnen, der das breite Mittelfeld (Note „befriedigend“) anführt und dabei auch die Premiummarke Goodyear hinter sich lässt. Ein „ausreichend“ bekommt lediglich der Vredestein Ultrac: Er wird für seine sehr geringe Laufleistung von nur 27.000 Kilometern abgestraft.

Mit Kumho und Debica platzieren sich zwei Marken im Spitzenfeld, die sonst weniger im Fokus stehen. Und auch die Chinesen bauen mittlerweile „befriedigende“ Reifen (zum Vergrößern bitte Bild anklicken).(Bild:  ADAC)
Mit Kumho und Debica platzieren sich zwei Marken im Spitzenfeld, die sonst weniger im Fokus stehen. Und auch die Chinesen bauen mittlerweile „befriedigende“ Reifen (zum Vergrößern bitte Bild anklicken).
(Bild: ADAC)

Die drei Testsieger zeigen sich allesamt fahrsicher; der erstmals vom ADAC getestete Continental Premium-Contact 7 setzt hier laut den Versuchsfahrern neue Maßstäbe. Die insgesamt beste Kombination aus Fahrsicherheit und Umweltbilanz zeigt aber der Michelin Primacy 4 Plus. Er weist im Vergleich mit den anderen Reifen einen geringen Reifenabrieb auf, ist leichter und sorgt so für einen niedrigeren Kraftstoffverbrauch. Als einziger Reifen im aktuellen Test bekam er dafür das ADAC-Emblem „Umweltschonender Reifen“.

Der Kumho überzeugt mit guten Fahreigenschaften und bester Laufleistung für relativ wenig Geld, verpasst aber wie der Continental knapp eine gute Note bei der Umweltbilanz. Die bekommt dafür der Goodyear Efficient Grip Performance.

Dass das Schlusslicht Vredestein nicht einmal 40 Prozent Laufleistung der Besten schafft, ist nicht nur wirtschaftlich, sondern auch ökologisch inakzeptabel. Trotz der guten Fahrsicherheit schlägt dies auf die Gesamtnote durch. Er kann jedoch für Wenigfahrer eine gute Alternative sein. Das gilt auch für die drei chinesischen Anbieter Sailun, Goodride und Linglong: Sie schwächeln bei der Laufleistung, fallen bei den Fahrsicherheitsprüfungen aber nicht mehr so negativ auf wie früher.

Die Unterschiede bei der Laufleistung sind nach wie vor enorm. Der Schlechteste schafft weniger als die Häfte der Besten (zum Vergrößern bitte Bild anklicken).(Bild:  ADAC)
Die Unterschiede bei der Laufleistung sind nach wie vor enorm. Der Schlechteste schafft weniger als die Häfte der Besten (zum Vergrößern bitte Bild anklicken).
(Bild: ADAC)

Für Vielfahrer gibt es aber geeignetere Ware, bei denen die längere Haltbarkeit auch die höheren Preise aufwiegt. Die bessere Fahrsicherheit gibt es dann quasi kostenlos obendrauf.

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