Mercedes-Handel Kestenholz wächst um sieben Standorte

Von Yvonne Simon

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Die Schweizer Autohandelsgruppe übernimmt im kommenden Jahr die sieben Autohäuser der Falter-Gruppe. Kestenholz beschleunigt damit die Expansion in Deutschland.

Das Autohaus Falter gehört ab Februar 2023 zur Kestenholz-Gruppe.(Bild:  24production)
Das Autohaus Falter gehört ab Februar 2023 zur Kestenholz-Gruppe.
(Bild: 24production)

Die Kestenholz-Gruppe wächst in Deutschland weiter: Wie das Schweizer Unternehmen am Mittwoch bekannt gab, übernimmt es zum 1. Februar 2023 die sieben Betriebe der Falter-Gruppe in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Die Autohäuser befinden sich in Neustadt an der Weinstraße, Bad Dürkheim, Grünstadt, Worms, Schwetzingen (Autohaus Rohr), Hockenheim (Autohaus Hahn am Ring) und Wiesloch (Autohaus Lehr).

Kestenholz übernimmt alle 380 Mitarbeiter der Falter-Gruppe. Geschäftsführer Holger Krimmel bleibt als COO im Unternehmen.

Rund 3.500 verkaufte Fahrzeuge

In den Betrieben des 1961 in Neustadt an der Weinstraße gegründeten Unternehmens verkauft und repariert bzw. wartet Falter Mercedes-Pkw. Weiterhin verfügt das Autohaus über Aftersales-Verträge für Mercedes-Vans und -Transporter. In Neustadt, Worms, Grünstadt und Bad Dürkheim vertritt Falter zudem Daimler Truck im Vertrieb und Aftersales. Insgesamt verkaufte der Händler zuletzt 1.210 Neu- und 2.228 Gebrauchtwagen pro Jahr.

Bei Falter habe man sich entschieden, das Unternehmen zu verkaufen, heißt es in der Mitteilung. Das gemeinsame Ziel sei „die langfristige Sicherung des Mercedes-Geschäftes im deutschen Markt“. Nachfolgeregelung, Erhalt der Arbeitsplätze, Skaleneffekte in der Verwaltung und Informatik, Innovationsaustausch und langfristiges Überleben im Automobilumfeld seien weitere Gründe. Die Formulierung nutzten die Schweizer bereits vor zwei Monaten, als die Übernahme von Auto Weber durch Kestenholz zum kommenden Jahreswechsel bekannt wurde.

Kestenholz im Expansionsmodus

Kestenholz ist momentan auf Expansionskurs: Im Juni 2022 hatte der Händler mit der Übernahme von Lyhs & Gondert in Koblenz erstmals das deutsch-schweizerische Grenzgebiet verlassen. In Bad Säckingen eröffnete Kestenholz im Frühjahr ein acht Millionen Euro teures Autohaus nach dem MAR-2020-Standard.

Darüber hinaus ist die Gruppe in Deutschland bislang in Lörrach sowie mit einem Nutzfahrzeug-Center in Weil am Rhein vertreten. Die Kestenholz-Betriebe in Freiburg-Süd und Bad Säckingen gehörten bis 2015 Daimler. Im Zuge der damaligen Niederlassungsverkäufe ging das „Verkaufsgebiet Südbaden“ mit den beiden Standorten vor sieben Jahren an den Händler.

In der Schweiz verfügt Kestenholz über sieben Betriebe an drei Standorten: Oberwil, Basel und das nahe bei Basel gelegene Pratteln, wo sich der Stammsitz der 1952 gegründeten Gruppe befindet. Grenzüberschreitend erzielte Kestenholz mit rund 820 Mitarbeitern zuletzt einen Umsatz von etwa 500 Millionen Euro und verkaufte gut 7.000 Fahrzeuge.

In Deutschland arbeiten derzeit 462 Beschäftigte für Kestenholz. Die Gruppe wird 2022 hierzulande gemäß Hochrechnung 2.935 Neu- und 2.720 Gebrauchtwagen verkaufen und 182,6 Millionen Euro Umsatz erwirtschaften.

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