»kfz-betrieb« Auto-Check: Mercedes-V-Klasse 250d

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Zurück zu unseren Fahreindrücken mit der V-Klasse 250d Avantgarde Edition. Beim Öffnen der beiden elektrischen Schiebetüren erblickte man zu allererst fünf elegante, lederbezogene Einzelsitze und eine insgesamt hochwertige Ausstattung des gesamten Innenraums. Bei diesem Auto werden keine Diskussionen darüber geführt, wer auf welchem Platz sitzen möchte. Schließlich gibt es überall ausreichend Kopf- und Beinfreiheit. Ferner kann jeder Passagier fast alles mitnehmen, was er möchte, da ausreichend Stauraum vorhanden ist. In der Avantgarde Edition sorgt zudem ein Burmester-Surround-Soundsystem serienmäßig dafür, dass alle Insassen ein gleich gutes Audio-Erlebnis haben.

Für Fahrer, die sich in der Bedien- und Instrumentenwelt von Mercedes-Benz auskennen, ist die V-Klasse keine Herausforderung. Für alle anderen ist die Bedienung aber auch kein Hexenwerk, da weitgehend selbsterklärend. Das gilt auch für das im Testwagen serienmäßige Siebengang-Automatikgetriebe und die damit verbundenen vier Fahrprogramme.

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Der Vierzylinder-Dieselmotor mit seinen 140 kW/190 PS und 440 Newtonmeter maximalem Drehmoment ist das derzeit leistungsstärkste Aggregat für die V-Klasse. Bei Bedarf stellt die sogenannte Overtorque-Technologie dem V 250d sogar kurzzeitig zusätzlich 10 kW/14 PS Leistung und 40 Newtonmeter mehr Drehmoment zur Verfügung. So ausgestattet beschleunigt die rund zwei Tonnen schwere Großraumlimousine laut Herstellerangaben in 9,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h.

Das zulässige Gesamtgewicht betrug bei unserem Testwagen 3.200 Kilogramm. Vollbesetzt bzw. vollbeladen lässt sich der vom Hersteller angegebene kombinierte Kraftstoffverbrauch von 6,0 Litern jedoch nicht ganz realisieren. Nach unserer Testfahrt von insgesamt 1.847 Kilometer – meist im Economy-Fahrmodus – zeigte der Bordcomputer jedoch nur einen durchschnittlichen Verbrauch von 7,6 Litern an (siehe Bildergalerie). Mit einem solchen Wert kann sich die V-Klasse 250d hoffentlich noch viele Jahre selbst in Stuttgart oder Hamburg blicken lassen.

Eigene Ansprüche voll erfüllt

Fazit: Entlang der Täler und über die kurvigen Pässe Südtirols fühlten sich V-Klasse und Passagiere gleichermaßen wohl. Motor, Automatikgetriebe, Fahrwerk und Bremsen ließen sich nicht aus der Ruhe bringen bzw. hatten alles fest im Griff. Die Insassen genossen den großzügigen Rundumblick in alle Himmelsrichtungen sowie den Komfort im „Reisebus“. Ob auf den Fahrten durch Südtirol oder während eines Möbeltransports in Deutschland – abgesehen vom Glasschaden hatten wir viel Vergnügen mit der V-Klasse.

Aber selbst Letzteres war am Ende eine positive Erfahrung. Zum einen beäugen wir künftig Feuerlöscher in Tiefgaragen viel genauer, zum anderen haben wir einen tollen Service bei einem Mercedes-Benz-Händler genossen. Wie heißt es dazu im Prospekt der V-Klasse: „Unser Service passt perfekt zu Ihrem Mercedes.“ In unserem Fall hat sich diese Aussage tatsächlich mehr als bestätigt. Vielen Dank an das Team vom Autohaus „Autoindustriale“ in Bruneck.

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