Kfz-Innung Lippstadt-Soest mit neuem Obermeister

Frank Fahnemann folgt auf Alfons Belda

| Autor: Holger Zietz

Frank Fahnemann, Obermeister der Kfz-Innung Lipptstadt-Soest.
Frank Fahnemann, Obermeister der Kfz-Innung Lipptstadt-Soest. (Bild: Zietz/»kfz-betrieb«)

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Die Mitglieder der Kfz-Innung Lippstadt haben für eine neue Führungsspitze gestimmt: Bei ihrer Jahresversammlung wählten die Teilnehmer einstimmig Frank Fahnemann zum Obermeister. Er tritt die Nachfolge von Alfons Belda an, der die Innung seit 2014 führte. Auch der Stellvertreterposten wurde neu besetzt: Jochen Bock wurde ebenfalls einstimmig gewählt. Die anderen Mitglieder im Gremium bringen auf ihrer Position bereits Erfahrungen mit: Lehrlingswart Bernhard Dicke sowie die Vorstandsmitglieder Marcus Schröder, Karl-Heinz Jaworsky, Wigbert Freese, Gregor Tillmann und Elmar Hübner wurden erneut gewählt.

„Ich werde das Rad nicht neu erfinden können“, stellte Obermeister Fahnemann im Gespräch mit »kfz-betrieb« klar. In seiner neuen Funktion will er den Mitgliedsbetrieben genau zuhören und auf deren Sorgen und Nöte eingehen. „Wichtig ist es, den Betrieben auf der Versammlung die Gelegenheit zum Austausch zu geben“, sagte der 49-jährige, selbstständige Kfz-Mechanikermeister, der für fünf Jahre ins höchste Amt der Kfz-Innung gewählt wurde.

Durch die enorme Vielfalt der Mitgliedsbetriebe – von der freien Werkstatt bis zum Markenbetrieb, vom Pkw- bis zum Nutzfahrzeuggeschäft – gibt es höchst unterschiedliche Herausforderungen. Diese gelte es zu bündeln, und man müsse nach gemeinsamen Lösungen suchen, so Fahnemann. Entscheidend dabei sei auch, „mit einer Sprache nach außen zu sprechen“. Die Innungsversammlung will Fahnemann zum Ort des gegenseitigen Austausches machen und entsprechend Zeit dafür vorsehen. „Der gegenseitige Dialog muss wieder in die Versammlung kommen.“

Ein allen Autohäusern und Werkstätten gemeinsames Thema ist die Suche nach qualifizierten Fach- und Nachwuchskräften. Als Erstes will der neue Obermeister das duale Ausbildungssystem stärken. Betrieb, Schule und überbetriebliche Ausbildung sollen enger miteinander arbeiten, die verschiedenen Lernorte enger miteinander verknüpft werden.

Betriebe müssen in Kalenderjahren denken, Schulen dagegen arbeiten nach Schuljahren, Konflikte sind vorprogrammiert. Die Schule beginnt im Sommer mit einem neuen Jahr, für die Unternehmen ist das gerade die Halbzeit, das mache eine Abstimmung der Ausbildungsplanung nicht immer leicht.

Insgesamt bilden die 170 Mitgliedsbetriebe der Kfz-Innung Soest-Lippstadt 260 junge Menschen verteilt auf die vier Lehrjahre aus. Dabei konnten die Kfz-Betriebe die Ausbildungszahlen in den vergangenen Jahren stabil halten.

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