Kfz-Insolvenzen bewegen sich auf konstantem Niveau

Eine Pleite mehr als im Vorjahresmonat

| Autor: Yvonne Simon

(Bild: Ottmar Holz / »kfz-betrieb«)

Die Anzahl an Insolvenzen im Kfz-Gewerbe hat sich im Juli gemessen am Vorjahresmonat nahezu unverändert entwickelt. Daten, die das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag veröffentlicht hat, belegen, dass 53 Betrieben im siebten Monat des Jahres das Geld ausgegangen ist – das war ein Unternehmen mehr als im Juli 2018. 40 der Verfahren wurden tatsächlich eröffnet, der Rest wurde mangels Masse abgewiesen. In der Gesamtwirtschaft ergibt sich ein ähnliches Bild: Über alle Branchen hinweg mussten 1.644 Unternehmen den Gang vor den Insolvenzrichter antreten, damit waren drei Unternehmen mehr betroffen als vor Jahresfrist.

Auch auf das Gesamtjahr bezogen ist die Situation im Kfz-Gewerbe stabil. Zwischen Januar und Juli weist Destatis 366 Pleiten aus, im Vorjahreszeitraum waren es 365 gewesen. Die Gesamtwirtschaft verzeichnete hingegen einen Rückgang: Branchenübergreifend gab es im Jahresverlauf 11.248 Insolvenzen (-3,1 %).

Im Einzelmonat ergibt sich beim Blick auf die Kfz-Branchensegmente ein differenziertes Bild: Unter den Handelsbetrieben stieg die Fallzahl auf 24 Insolvenzen an (+3). Bei den Werkstätten gab es mit 14 Pleiten eine weniger als im Vorjahresmonat. Stärker verbessert hat sich die Situation im Teilehandel: hier meldeten sich fünf Betriebe zahlungsunfähig, im Juli 2018 waren es noch 14 gewesen. Zudem gerieten vier Waschanlagen (+3), fünf Lackierereien (+4) und ein Zweiradbetrieb (+1) in finanzielle Schieflage.

Keine Auskunft gibt die Statistik über die Zahl der Betriebsstilllegungen, wenn die Kfz-Unternehmer nicht mehr an ihr bisheriges Geschäftsmodell glauben.

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