Buchtipp Kienle inspiriert Krimiautor

Von Steffen Dominsky 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Ein Journalist recherchiert zu einem Fall, bei dem es um einen gefälschten Oldtimer geht, und um einen Millionenbetrag. Grund genug, ihn umzubringen? Nicht zufällig war für Krimiautor Jochen Bender eine wahre Geschichte der Auslöser für seinen jüngsten Roman.

Früher machten ihn Oldtimerrestaurierungen populär, jetzt dient das einstige Tun und Handeln von Klaus Kienle als Vorlage für Krimiromane.(Bild:  OESP)
Früher machten ihn Oldtimerrestaurierungen populär, jetzt dient das einstige Tun und Handeln von Klaus Kienle als Vorlage für Krimiromane.
(Bild: OESP)

Als Buch- und vor allem als Krimiautor benötigt man ein gerüttelt Maß an Fantasie für einen packenden Roman. Doch auch das wahre Leben schreibt bekanntlich Geschichten, etwa in der Oldtimerbranche. Bringt man diese mit der eigenen Fantasie zusammen, dann entsteht ein Roman wie dieser: „Hurlebaus jagt den Fälscher“. In seinem bereits 13. Krimi erzählt Autor Jochen Bender folgende spannende Story: ein Toter in der Hall of Fame. Mitten in der Nacht stapft Kommissar Hurlebaus quer über den Cannstatter Wasen zum Tatort. Zwischen einem eigenwilligen Graffiti und einem Oldtimer wurde ein Journalist zerquetscht. Im Zuge der Ermittlungen entdeckt Hurlebaus, dass der Journalist eine Enthüllungsstory über Fälschungen von Sammlerstücken für Millionen plante. War das sein Todesurteil? Welche Rolle spielt ein Händler exklusiver Oldtimer? Was bezweckt die schöne Staatsanwältin mit ihren Avancen? Während der Kommissar den Spuren eines Fälschers quer durch Stuttgart, über die Alb und bis ins Tal der Fils folgt, bleibt es nicht bei einem Mord.

Inspiriert zu seinem Roman hat den Stuttgarter Bender kein geringerer als der einst größte Mercedes-Benz-Restaurator der Welt: Klaus Kienle. Wie bereits mehrfach berichtet, durchsuchten im Mai 2023 Polizei und Staatsanwaltschaft Werkstätten, Büros und Privaträume der Firma Kienle Automobiltechnik. Die Behörden werfen Kienle gewerbsmäßigen Betrug vor. Auslöser war ein Mercedes-Benz 300 SL aus dem Jahr 1961. Dessen Wert: rund 1,6 Millionen Euro. Kienle soll das Fahrzeug, einen exquisiten Flügeltürer, als Fälschung verkauft haben. Der Fall machte weltweit Schlagzeilen und ist bei Weitem nicht der einzige dieser Art, wie unter anderem der SWR im Rahmen einer sehenswerten Reportage herausgefunden hat.

Jochen Bender verbindet mit Oldtimern viele persönliche Erinnerungen. Sie sind für ihn zudem Zeugen einer vergangenen Zeit, die für ein schöneres Lebensgefühl steht. Dabei hat der Schwabe jedoch nicht die Technik, sondern die Menschen im Fokus, die klassische Fahrzeuge fahren oder an ihnen herumwerkeln. Seine ersten automobilen Erfahrungen sammelte er Mitte der Achtziger mit einem VW Bus T1 – mit 20 Jahren damals schon ein ziemlich altes Auto.

Erhältlich ist Band 5 aus der Kommissar-Jens-Hurlebaus-Reihe im Verlag Oertel u. Spörer unter der ISBN-Nummer: 9783965551749. Das Taschenbuch zum Preis von 13 Euro umfasst 250 Seiten.

Ergänzendes zum Thema

Jochen Bender forschte als Psychologe bei Kriminalisten, arbeitete im Knast und unterstützte die Polizei bei Amokübungen. Seit fünfundzwanzig Jahren erlebt er als Psychologe die Welt in all ihren Facetten. Sein breiter Erfahrungsschatz findet immer wieder den Weg in seine Krimis. Schreiben ist sein Weg, sich kreativ mit der Welt auseinanderzusetzen. Seine Markenzeichen sind spannende Unterhaltung, ausgereifte Charaktere, ein flüssiger Schreibstil und kunstvoll ineinander verflochtene Erzählstränge. Soeben erschien mit „Hurlebaus jagt den Fälscher“ sein dreizehnter Krimi. Neben elf Schwaben-Krimis hat er bisher zwei Ostsee-Krimis veröffentlicht

(Bild:  Jochen Bender)
(Bild: Jochen Bender)

.

(ID:50244669)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung