Anfang der 50er-Jahre war die Zahl deutscher Fahrzeughersteller noch bedeutend größer als sie heute ist. Einen, den es um ein Haar schon damals, und nicht erst 1961 erwischt hat, ist Borgward. Warum? Ein spannender, fiktiver Krimi verrät es Ihnen.
Sie wissen nicht, was wirklich zur Pleite von Autobauer Borgward führte? Dann sollten Sie mal „Klenk und das Phoenix-Komplott“ von Peter Kurze lesen!
(Bild: Peter Kurze)
Auch rund um historische Mobilität gibt es sie wie den viel zitierten Sand am Meer: Bücher. Für jede Marke, für jedes Modell, für jedes Thema – gedrucktes Papier im Überfluss. Hier einen Überblick zu haben und dezidiert Empfehlungen auszusprechen, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Auch deshalb finden Sie bei »kfz-betrieb« keine sogenannten Rezensionen, keine Buchtipps, keine Leseempfehlungen – nichts dergleichen. Mit (bislang) einer Ausnahme: dieser!
„Gerade rollt im Borgward-Werk der neue Personenwagen Isabella vom Fließband. Die Reporter aller großen Zeitungen und Magazine kommen in die Fabrik, um über dieses Ereignis zu berichten. Und sie sind von der außergewöhnlich eleganten Form und der guten Straßenlage begeistert. Doch drei Monate später bemerkt der Konzernchef Carl F. W. Borgward, dass die Isabella in der Presse schlecht beurteilt wird. Was steckt dahinter? Er engagiert Robert Klenk, einen Wirtschaftsjournalisten, der im Zweiten Weltkrieg beim Geheimdienst der Wehrmacht war. Klenk bringt etwas Licht ins Dunkel und es bestätigen sich seine schlimmsten Befürchtungen. Es geht um viel mehr als um niederträchtige Presseartikel. Es geht um die Existenz der Borgward-Betriebe mit Tausenden von Arbeitsplätzen. Der Gegner ist schlau, unberechenbar und brutal. Klenk muss diesen gefährlichsten Auftrag seines Lebens erledigen und den Feind stoppen.“
(Bild: Peter Kurze)
Ein historischer Bremen-Krimi:
Wirtschaftswunder, Mord und Oldtimer
Mit „Klenk und das Phoenix-Komplott“ ist Autor Peter Kurze ein ganz besonderes Buch gelungen. Die Mutter aus der Ü-Ei-Werbung würde sagen „Das sind ja gleich drei Dinge auf einmal!“. Denn erstens ist das gute Stück ein Krimi, zweitens geht es um Oldtimer (Borgwards) und drittens ist es ein Stück Heimatroman – zumindest wenn man Bremer/Bremerin ist bzw. aus der Gegend stammt. Aber auch wenn Letzteres nicht der Fall ist, ist das Buch rund um das Ende der vielleicht nach dem Krieg innovativsten deutschen Automarke ein lesenswertes Werk. Der bekannte Sachbuchautor Kurze nimmt den Leser mit auf eine fiktive Reise durch das frühe Nachkriegsbremen bzw. -deutschland. Dabei würzen insgesamt 152 Abbildungen die spannend geschriebene und 336 Seiten umfassende „Buchstabensuppe“.
Seit Jahren schreibt Peter Kurze über die Geschichte der Kraftfahrzeugindustrie. Es gibt mittlerweile genug Bücher in diesem schmalen Segment. „Der Markt ist gesättigt. Die verkaufte Auflage sank von Ausgabe zu Ausgabe. Plan B: 2013 beschloss ich, Wirtschaftskrimis mit historischem Hintergrund zu schreiben. Sollte mir ja nach 60 verfassten Sachbüchern leichtfallen. Großer Irrtum“, gibt der Bremer zu. Er musste erheblich recherchieren und sich intensiv mit der Dramaturgie beschäftigen. „Das Ergebnis nach zehn Jahren sporadischen Lernens, Aufspürens, Plottens und Schreibens liegt Ihnen mit meinem neuesten Werk nun vor“, gesteht Kurze.
Erhältlich ist der Borgward-Krimi unter der ISBN-Nummer 978-3-927485-88-4 zum Preis von 19,95 Euro im gut sortierten (Online-)Buchhandel bzw. unter www.peterkurze.de.
Peter Kurze
Geboren 1955 in Bremen hat der Autor zahlreiche Bücher zur Geschichte des Automobils verfasst. Nach zwei Jahren Praktika in einer Maschinenfabrik, im Werkstattbereich des VW-Händlers Schmidt + Koch und in einem Bremer Bankhaus studierte er Maschinenbau und später Betriebswirtschaft mit den Schwerpunkten Marketing und Unternehmensgeschichte. 1980 machte er sich mit dem Verkauf von Kfz-Oldtimer-Ersatzteilen und -Literatur selbstständig. 1987 schrieb Kurze sein erstes Buch. Es handelte vom VW-Kübel Typ 181. Ende der Achtzigerjahre gehörte er zu den Gründern der Motorrad-Zeitschrift „GummikuH & Past perfect“.
1995 erwarb er das Bildarchiv, bestehend aus Positiven, Negativen und den Nutzungsrechten, des Fotografen Gerhard Schammelt, der hauptsächlich Lloyd-, Mercedes-Benz- und VW-Fahrzeuge abbildete. Dieser Grundstock von annähernd 12.000 Bildern wurde durch den Kauf anderer Archive erweitert. So konnte Kurze die Nachlässe und die Rechte der Fotografen Paul Botzenhardt (deutsche, französische und italienische Automobile), Rudolf Dodenhoff (verschiedene Fahrzeugmarken), Heinz Lutz (DDR-Fahrzeuge), Walter Richleske (Borgward), Hans Saebens (verschiedene Fahrzeugmarken), Karl-Heinz Witte (Lloyd, Goliath) und Hermann Ohlsen (Architektur Bremen) erwerben. Heute umfasst sein Bildarchiv rund 120.000 Fotos von Automobilen aus den Fünfziger- und Sechzigerjahren sowie der Luftfahrtindustrie Bremens (Henrich Focke, Focke-Wulf) der Zwanziger- und Dreißigerjahre.
Kurze veröffentlicht seit 1996 die Buchreihe „Autos aus Bremen“ (16 Bände), die die Historie der Bremer Kraftfahrzeugindustrie (Borgward, Hanomag, Mercedes-Benz) darstellt. Im Delius Klasing Verlag gab er die Reihe „Bewegte Zeiten“ heraus, die verschiedene Automobile der Fünfziger- und Sechzigerjahre präsentiert und deren Bände zu den meistverkauften Autobüchern Deutschlands gehören.
Stand: 08.12.2025
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