Vinfast Kooperationsvereinbarung mit ATU

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Für Borgward und Aiways sollte die Werkstattkette ATU bereits den Service übernehmen, nun reiht sich Vinfast als neuer Partner ein. Die Vietnamesen bekommen damit ein valides Servicenetz – für einen ziemlich kleinen Bestand.

Der vietnamesische Autobauer Vinfast wickelt jetzt Service-, Reparatur- und Garantiearbeiten über ATU ab.(Bild:  Vinfast)
Der vietnamesische Autobauer Vinfast wickelt jetzt Service-, Reparatur- und Garantiearbeiten über ATU ab.
(Bild: Vinfast)

Vinfast kooperiert im Service jetzt offiziell mit der Werkstattkette ATU. Das teilte das Weidener Unternehmen mit derzeit 529 Standorten am Mittwoch mit (8. Januar). Die Entwicklung kommt nicht überraschend, bereits im Sommer hatte der vietnamesische Autobauer die europäische Servicekooperation mit der Werkstattkette Mobivia bekannt gegeben. ATU ist seit dem Jahr 2016 die deutsche Tochter von Mobivia. Der französische Konzern ist unter verschiedenen Marken in 16 Ländern aktiv.

Lars Heyne, Geschäftsführer Transformation bei ATU, und Le Thi Thu Trang, CEO von VinFast Europe, haben den Kooperationsvertrag beider Unternehmen unterzeichnet.(Bild:  ATU)
Lars Heyne, Geschäftsführer Transformation bei ATU, und Le Thi Thu Trang, CEO von VinFast Europe, haben den Kooperationsvertrag beider Unternehmen unterzeichnet.
(Bild: ATU)

Laut der Mitteilung wird ATU nun Service- und Garantiearbeiten an den Fahrzeugen der vietnamesischen Automarke durchführen. Dabei deckt ATU in der Fläche nur „die typischen Standardleistungen“ ab. Für komplexere Aufgaben müssen schadhafte Vinfast-Pkw in eines der zunächst sieben Kompetenzzentren. Dort sollen eingehend geschulte Kfz-Mechatroniker komplexe Diagnosen und Reparaturen abwickeln.

Für ATU ist es nicht der erste Versuch, über eine neu startende Marke Marktanteile zu holen. Die Werkstattkette war bereits als Servicepartner für Borgward und Aiways gestartet, die Hoffnungen zerschellten am fehlenden Absatz. Aber immerhin bleibt sich ATU in einer Hinsicht treu: Wie die beiden chinesischen Fabrikate ist auch Vinfast eine Elektromarke.

„Mit der Service-Kooperation mit Vinfast erreichen wir einen weiteren Meilenstein in unserer E-Mobilitätsstrategie“, sagt Lars Heyne, Geschäftsführer Transformation bei ATU. Die Werkstattkette präsentiere sich als kompetenter Partner für die Kunden neu startender Hersteller. Mit qualifiziertem Personal und Investitionen in die technische Ausstattung seien die ATU-Filialen für Elektroautos gut gerüstet, heißt es von dem Unternehmen.

Importeur ohne stationäres Netz

Vinfast selbst vertreibt seine Fahrzeuge stationär bislang nur über sechs Vinfast-Stores (München, Frankfurt, Köln, Oberhausen, Berlin und Hamburg). Entsprechend dünn war bislang das Netz an Service-Anlaufstellen. Im Kampf um Kunden ist das ein Nachteil, insbesondere da Vinfast mit dem Verkaufsstart für das Kompaktmodell VF6 jetzt eine breitere Zielgruppe anspricht. 2024 wurden gerade mal 175 Vinfast-Neuwagen zugelassen.

„Durch die Kooperation wollen wir den Verbrauchern einen nahtlosen und sicheren Umstieg auf Elektrofahrzeuge bieten“, erläutert Le Thi Thu Trang, CEO von Vinfast Europe, den Hintergrund der Kooperation. Die Vereinbarung werde eine solide Basis für das zukünftige Wachstum von Vinfast legen.

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