Kraftstoffe: Wann gibt’s wieder Sülze?

Steffen Dominsky

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Regelmäßig zweistellige Minusgrade im Winter? Schnee von gestern! Doch haben deshalb Winterdiesel und Produkte wie „Fließfit“ zwingend ausgedient? Eine bitterkalte Nacht kann reichen – und schon versulzt der Kraftstoff in Filter und Leitungen.

So sieht es aus, wenn Dieselkraftstoff nicht ausreichend Fließverbesserer enthält: Er „versulzt“, d. h., er stockt und blockiert somit allen voran den Kraftstofffilter.
So sieht es aus, wenn Dieselkraftstoff nicht ausreichend Fließverbesserer enthält: Er „versulzt“, d. h., er stockt und blockiert somit allen voran den Kraftstofffilter.
(Bild: Timo Gerstel)

Früher war zwar nicht alles besser, aber alles definitiv kälter – egal ob Sommer oder Winter. Früher, da lag nicht nur regelmäßig Schnee. Gerade im Januar/Februar wurde es nachts auch noch so richtig bitterkalt. Das war vor allem für Fahrzeuge mit einem Dieselmotor unter der Haube ein Problem. Denn der sparsame Selbstzünder-Kraftstoff hatte bzw. hat zwei eklatante Schwächen bezüglich der Temperatur: Erstens kristallisiert („flockt“) unterhalb von minus acht Grad das im Diesel enthaltene Paraffin aus – zuerst an Engstellen, insbesondere im Filter. Und zweitens enthält Diesel stets auch Wasser – ab null Grad bekanntlich ganz schlecht.