Krah & Enders übernimmt Ferrari Eberlein

Autor: Christoph Seyerlein

Das Ferrari-Autohaus Eberlein in Kassel gehört seit Anfang März zu Krah & Enders. Geschäftsführer Helmut Eberlein hatte nach einem Nachfolger für seinen Betrieb gesucht. Der Übergang zu Peter Enders soll sanft vonstattengehen.

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Helmut Eberlein (li.) übergibt seinen Betrieb an Peter Enders.
Helmut Eberlein (li.) übergibt seinen Betrieb an Peter Enders.
(Bild: Ferrari Eberlein)

Die Autohausgruppe Krah & Enders hat seit dem 1. März auch Ferrari im Portfolio. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, hat der Mehrmarkenhändler aus Fulda das Ferrari-Autohaus Eberlein in Kassel übernommen. Dessen Geschäftsführer Helmut Eberlein hatte nach einem Nachfolger für seinen Betrieb gesucht und schließlich „Krah & Enders“-Chef Peter N. Enders gefunden.

Dabei haben die beiden Akteure eine sanfte Betriebsübergabe vereinbart. Helmut Eberlein bleibt noch bis 2020 aktiv, Peter Enders arbeitet zunächst vor allem im Hintergrund, beispielsweise will er sich um die Weiterentwicklung des Homepagemarketings kümmern. „Dieser gleitende Übergang ist wichtig, schließlich ist Ferrari eine Marke mit sehr anspruchsvoller Klientel“, sagte Enders auf Anfrage von »kfz-betrieb«. Deshalb soll in den kommenden Jahren Helmut Eberlein weiterhin als Ansprechpartner für Kunden zur Verfügung stehen.

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Auch die gut 20 Mitarbeiter des Autohauses Ferrari Eberlein sollen wie gehabt weiterarbeiten. „Das ist ein erfahrenes Team, über das ich sehr froh bin“, sagte Enders. Zuletzt hat der Betrieb in Kassel nach Angaben von Enders im Jahr rund 150 Neu- und Gebrauchtwagen der italienischen Sportwagenmarke abgesetzt. Bereits sechsmal erhielt das Autohaus die Auszeichnung als bester Ferrari Händler Deutschlands.

Derzeit stehen an dem Betrieb in Kassel einige Neu- und Umbauarbeiten an. Zeitnah soll das Autohaus dann die neuesten CI-Richtlinien von Ferrari erfüllen. Außerdem entsteht eine Ferrari Classische Ausstellung im historischen Stil.

Eberlein mit über 40 Jahren Tradition in Kassel

Helmut Eberlein hatte das Unternehmen seit 42 Jahren selbst geführt. Angefangen mit einem Motorradfachhandel im Jahr 1975, kamen bald mit Suzuki-Modellen auch die ersten Pkw hinzu. Etwas später nahm er auch Alfa Romeo in sein Portfolio auf. Im Jahr 1989 musste das gesamte Inventar dann Ferrari weichen. Die Italiener hatten bei Eberlein auf ihre Exklusivität gepocht.

Nun gliedert sich der Betrieb bei Krah & Enders ein. Die Autohausgruppe aus Fulda mit ihren Marken BMW, Mini, Renault, Dacia und Kia ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen, zuletzt beschäftigte sie über 600 Mitarbeiter an 13 Standorten. 2016 verkaufte das Unternehmen rund 9.500 Einheiten, der Umsatz lag bei rund 255 Millionen Euro. Die Übernahme von Ferrari Eberlein passt gut ins Bild, Ende des vergangenen Jahres hatte Peter Enders gegenüber »kfz-betrieb« bereits angekündigt, weiter expandieren zu wollen.

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Fachredakteur Next Mobility