Vinfast Kunden erhalten Zugang zu Ladestrom über Bosch

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Bislang hat Vinfast in Europa bestenfalls einen Stotterstart hinbekommen, es gibt kaum Zulassungen. Nun soll eine Kooperation mit Bosch eine Urangst der E-Auto-Fahrer beseitigen: die fehlenden Lademöglichkeiten. Vinfast spricht von 700.000 Ladepunkten.

Vinfast kommt nicht recht ins Laufen, die Auslieferungen verzögern sich. Nun gibt es einen Rückruf in den USA.(Bild:  Vinfast)
Vinfast kommt nicht recht ins Laufen, die Auslieferungen verzögern sich. Nun gibt es einen Rückruf in den USA.
(Bild: Vinfast)

Der vietnamesische Autobauer Vinfast glänzt bislang nicht unbedingt durch Absatzerfolge. Obwohl der Importeur bis Ende April nur 37 Neuwagen in Europa (EU plus Großbritannien) zur Zulassung brachte, hat er eine bereits in Nordamerika bestehende Kooperation mit Bosch auf den alten Kontinent ausgedehnt.

Mit der Vereinbarung erhalten die Kunden des Fabrikats grundsätzlich Zugang zu einem Netz des Stuttgarter Konzerns aus 700.000 Ladepunkten in 30 europäischen Ländern. In Nordamerika arbeiten die beiden Partner nach Vinfast-Angaben seit zwei Jahren in ähnlicher Form zusammen. Ziel ist, dass Vinfast-Fahrer in Europa einen einfachen Zugang zu Ladestationen bekommen und somit barrierefrei durch den Kontinent reisen können.

Zugänglich werden die Ladestationen für die Fahrer über die Vinfast-Smartphone-App oder über das integrierte Infotainment-System des Fahrzeugs. Darüber lassen sich die Ladestationen lokalisieren, das Laden freischalten und der Bezahlprozess starten. Außerdem erhalten die User eine Historie der Ladevorgänge, sodass sie ihre Ladekosten übersichtlich verwalten können.

Vinfast sieht die Partnerschaft insofern als vorteilhaft an, da „Bosch seine Ladetechnologie beständig weiterentwickelt“. Somit könnten Vinfast-Kunden vom Fortschritt jederzeit profitieren, sobald neue Funktionen freigeschaltet oder verfügbar werden. Auch für den Kundensupport in Fragen des Ladens stelle Bosch einen starken Partner dar. Die Partnerschaft mit Bosch ermögliche den kommenden Vinfast-Kunden „einen reibungslosen Übergang zur Elektromobilität“, sagte der Europachef des Herstellers, Le Thi Thu Trang.

Wiederholte Strominitiative

Vinfast vertreibt in Europa bislang nur das Modell VF 8; für den zunächst angekündigten VF 9 sind noch keine Zulassungen dokumentiert. Weitere Fahrzeuge wie der VF6 in der Kompaktklasse hat das Fabrikat angekündigt. In Deutschland betreibt Vinfast inzwischen einige Stores, etwa in Oberhausen, Frankfurt, München und Hamburg. Auf Medienanfragen reagiert das Unternehmen bislang reserviert. Zuletzt blieben weiterführende Anfragen mit Verweis auf „aktuelle Umstrukturierungen in unserem europäischen Büro“ unbeantwortet.

Ladestrom hat für Vinfast scheinbar eine zentrale Bedeutung in Sachen Kundengewinnung und Marketing. Vor gut einem Jahr hatte der Hersteller eine Vereinbarung mit Eon Drive bekannt gegeben. Die Tochter des Energieriesen sollte die Ladeinfrastruktur für die Standorte des Importeurs in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden errichten – sowohl an den Servicecentern als auch an den Vertriebsstandorten der vietnamesischen Marke.

(ID:50044370)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung