Kurze Wege durch Scholz Regalsysteme

Die alte Anlage abreißen und eine neue bauen kann wirtschaftlich sinnvoll sein

07.08.2007 | Redakteur: Konrad Wenz

Neu und vor allem funktionell: Blick in die sechs Meter hohe Regalanlage kurz vor dem Einzug der Kundenräder. Die Kombi-Regale wurden auf Verschiebewagen gesetzt.
Neu und vor allem funktionell: Blick in die sechs Meter hohe Regalanlage kurz vor dem Einzug der Kundenräder. Die Kombi-Regale wurden auf Verschiebewagen gesetzt.

Ein Händler im Schwäbischen wollte sein Reifengeschäft verbessern. Bis dato lagerte er 160 Radsätze von Kunden in vier Containern im Freigelände. Jetzt möchte er dort eine Fertighalle zur Lagerung der Reifen und Räder erstellen, kombiniert mit einem Montageplatz. Der Organisations- und Einrichtungsberater von Scholz Regalsysteme bittet bei seiner Ist-Analyse den Händler und seinen Teileleiter, einen Blick in das Teilelager werfen zu dürfen. Die beiden stutzen: Was hat das Teilelager mit den ausgelagerten Kundenrädern zu tun

Der gewährte Einblick wird dem Händler rund 30 000 Euro geplanten Invest sparen. Die vorhandene Doppelgeschoss-Regalanlage war schon 40 Jahre alt, sie wurde Anfang 1970 erstellt. Solche Regalsysteme werden dem heutigen Sortiment unter logistischen Aspekten nicht mehr gerecht. Denn:

Belieferung erfolgt heute just in time

Lagerbestände haben sich drastisch reduziert (im oben genannten Beispiel von 11 000 auf 6 000 Positionen innerhalb der letzten fünf Jahre)

Bauteile sind teilweise deutlich kleiner geworden

Schwarzblech wird kaum noch bevorratet

durch aktives Reifengeschäft wird heute Platz für Neureifen und zur Einlagerung der Kundenräder benötigt

Im Lager des schwäbischen Händlers wurden einige der alten Regale abgebaut und deren Inhalt verlagert, um so Platz für die Einlagerung von 500 Radsätzen in Tower-Regalen zu schaffen. Gleichzeitig verkürzen sich für Lageristen und Mechaniker die Laufwege, denn sie müssen nicht mehr bei Wind und Wetter über den Hof gehen. Dazu kommt, dass die Ein- und Auslagerung leichter und schneller vonstattengeht.

Nachteil Mehrgeschoss

Für Teilesortimente wie das oben beschriebene hat Scholz Regalsysteme aus Hofheim das M-System-Kombi-Regal entwickelt. Es ermög-licht die kombinierte Lagerung von Teilen, Zubehör, Reifen, Rädern und Felgen auf einer Geschossebene.

Bisher ließ sich die Grundfläche im Teilelager nur durch Mehrgeschoss-Anlagen reduzieren mit allen bekannten Nachteilen:

aufwändige und daher teure Stahlkonstruktion

nötige Treppen verbrauchen viel Platz und verursachen hohe Kosten

Laufwege sind in Mehrgeschoss-Anlagen abgesehen vom Steigen der Treppen immer lang

Diese Nachteile führten letztlich dazu, dass sich oft schon die erste Etage zur Staub- und Gerümpelkammer entwickelte. Darüber hinaus wurde häufig bei der Planung die Beschickung der Etagen durch Hubgeräte vergessen, das heißt, alles muss nach oben geschleppt werden.

Zudem lassen sich in den starren Anlagen andere Fachböden nicht mehr variabel einsetzen.

Mit diesen Nachteilen macht das M-System-Kombi-Regal laut Scholz Schluss. Dank der hohen Tragfähigkeit des Systems wird es bis acht Meter hoch gebaut. Das Kombi-Regal lagert erstmals Ersatzteile und die komplette Warengruppe „Reifen“ in einem System ein. Es lässt sich geänderten Warensortimenten anpassen. Dabei sitzt die Warengruppe „Reifen“, die nur zweimal im Jahr angepackt wird, in den oberen drei oder vier Ebenen. Bedient werden die Ebenen mithilfe des Höhenbediengeräts Gorilla. Es fährt den Lageristen mit der einzulagernden Ware in die Höhe.

Anita Friedel-Beitz

((6674))

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((1435))

Fotos: Friedel-Beitz

((Kombi_3er_doppel_3D))

Prinzip des Kombi-Regals

((grundriss widmann))

Zeichnungen: Scholz Regalsysteme

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