Ubritricity Ladetechnik über Straßenlaternen weckt Interesse des Shell-Konzerns

Von Andreas Grimm

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Das Berliner Start-up Ubitricity ist 2008 angetreten, um bestehende Straßeninfrastruktur wie Laternenmasten fürs E-Auto-Laden aufzurüsten. Nun kauft Shell das Unternehmen, es ist nicht das erste im Bereich der E-Mobilität. Was der Ölriese damit vorhat.

Laden an der Laterne: Das Berliner Start-up Ubitricity instaliert dieses Angebot in vielen Ländern. Nun wird es Teil des Shell-Konzerns.(Bild:  x-default)
Laden an der Laterne: Das Berliner Start-up Ubitricity instaliert dieses Angebot in vielen Ländern. Nun wird es Teil des Shell-Konzerns.
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Shell will stärker bei der Elektromobilität mitmischen und übernimmt dafür das Start-up Ubitricity. Das haben die Unternehmen am Montag (25. Januar) verkündet. Vorbehaltlich der kartellrechtlichen Genehmigung soll die Vereinbarung voraussichtlich noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Über den Kaufpreis schweigen die Unternehmen. Shell hat bereits 2019 das deutsche Energie-Start-up Sonnen aufgekauft, das auch im Automobilvertrieb aktiv ist.

Das 2008 in Berlin gegründete Unternehmen Ubitricity verfolgt die Idee, Straßeninfrastruktur wie Laternen oder Poller zu Ladesäulen umzurüsten. Laut eigenen Angaben betreibt Ubitricity mit etwa 75 Beschäftigten alleine in Großbritannien 2.700 Ladepunkte. Dort betreibt das Ubitricity nach eigenen Angaben das größte öffentliche Lade-Netz mit aktuell mehr als 13 Prozent Marktanteil.

Shell: Mit Ubitricity unabhängiger von fossilen Kraftstoffen

Der britisch-niederländische Ölgigant Shell hingegen will sich unabhängiger von seinem Geschäft mit fossilen Kraftstoffen machen und stärker auf erneuerbare Energien setzen. Laut eigenen Angaben will Shell bis 2050 ein „Netto-Null-Emissions-Energieunternehmen“ werden. Mit der aktuellen Übernahme will Shell vom schnell wachsenden On-Street-Lademarkt für Elektrofahrzeuge profitieren und das Ladeangebot insgesamt ausbauen.

„Indem wir mit Städten und Kommunen zusammenarbeiten, möchten wir die wachsende Zahl von Shell-Kunden unterstützen, die auf ein Elektroauto umsteigen wollen und es ihnen so bequem wie möglich machen“, heißt es von István Kapitány, Leiter von Shell Global Mobility, dazu. Shell betreibt derzeit gut 1.000 Schnell- und Ultraschnell-Ladepunkte an rund 430 Shell-Tankstellen.

Ubitricity hat bislang Kapitalgeber wie Heinz Dürr Invest, Next47 (Siemens) oder Honda von sich überzeugen können.

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