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Lexus bringt die Augmented Reality in die Werkstatt

| Autor: Jan Rosenow

Eine AR-Brille kann die Kommunikation in mehrere Richtungen verbessern: zum Kunden, aber auch zur technischen Hotline des Herstellers. Das Lexus-Forum Osnabrück probiert es aus.

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Der Autor als AR-Versuchskaninchen. Funktioniert, ist aber anfangs etwas ungewohnt.
Der Autor als AR-Versuchskaninchen. Funktioniert, ist aber anfangs etwas ungewohnt.
(Bild: Jack Kulcke)

Andreas Stege, Chef im Lexus-Forum Osnabrück der Weller-Gruppe, macht sich wie viele seiner Händlerkollegen Gedanken, ob die Direktannahme noch zeitgemäß ist: „Sollen die Kunden wirklich im feinen Zwirn unter das triefende Auto treten?“ Mit der japanischen Gastfreundschaft („Omotenashi“), die Lexus so wichtig ist, ist das kaum zu vereinbaren.

Und da zu einem japanischen Hersteller stets auch eine gewisse Technikverliebtheit gehört, hat Stege sich entschieden, ein neues Verfahren in der Direktannahme zu etablieren: Augmented Reality. In einem Pilotprojekt untersucht Lexus Osnabrück derzeit Funktionalität, Kosten und Nutzen der neuen Technik.

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Kernbestandteil ist eine Brille, in die eine Kamera und ein kleiner Bildschirm integriert sind. Im Gesichtsfeld des Nutzers lassen sich damit Inhalte einspielen, die seine optische Wahrnehmung anreichern (englisch: to augment). Mit dieser Brille sind mehrere Funktionen möglich.

Direktannahme: Videodreh mit freien Händen

Für Kunden, die nicht bei der Direktannahme dabei sein wollen oder können, bietet die AR-Brille die Möglichkeit, auf besonders komfortable Weise ein Video zu drehen. Der Serviceberater hat die Hände frei und muss nicht mit dem Smartphone hantieren. Die Sprachsteuerung macht das Arbeiten mit ihr noch einfacher. Aufgrund der Geräuschunterdrückung der AR-Brille hört der Kunde dabei ausschließlich die Stimme des Serviceberaters und keine Schraub- oder Motorengeräusche. Auch die Qualität des Bildes sowie die Übertragung in Echtzeit sollen deutlich genauer sein als andere Techniken zur Videotelefonie.

Die Aufnahmen lassen sich derzeit nur live ausspielen und beispielsweise in den Kundenwarteraum übertragen, wo der Kunde bequem beim Kaffee sitzt. Ein E-Mail-Link zum Video soll später ebenfalls möglich sein.

Die AR-Brille lässt sich nicht nur in der Werkstatt einsetzen. Mit ihr kann beispielsweise ein Verkäufer dem Kunden helfen, der von unterwegs eine Frage zur Bedienung des Autos hat. Das ist möglich, weil die Videoplattform, die der Automatisierungsspezialist Essert für Lexus/Toyota entwickelt hat, auch einen Rückkanal enthält. Der Mitarbeiter im Autohaus sieht also in seinem Brillen-Display oder in jedem anderen Endgerät, was der Kunde ihm über sein Smartphone übermittelt.

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Über den Autor

 Jan Rosenow

Jan Rosenow

Ressortleiter Service & Technik, Vogel Communications Group