Weltpremiere Lexus lüftet sein Einstiegsmodell LBX

Von Julia Mauritz 3 min Lesedauer

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Toyotas Premiumtochter bringt Anfang 2024 ein Einstiegs-SUV auf den Markt. Vor allem in Europa soll der knapp 4,2 Meter lange Vollhybrid der Marke Lexus neue, jüngere Kunden bescheren.

Normalerweise besteht die Modellbezeichnung der Lexus-Modelle aus zwei Buchstaben. Die drei Buchstaben waren einzig dem Supersportwagen LFA vorbehalten. Beim LBX macht der Hersteller eine Ausnahme.(Bild:  Lexus)
Normalerweise besteht die Modellbezeichnung der Lexus-Modelle aus zwei Buchstaben. Die drei Buchstaben waren einzig dem Supersportwagen LFA vorbehalten. Beim LBX macht der Hersteller eine Ausnahme.
(Bild: Lexus)

In Deutschland ist es Lexus bislang noch nicht gelungen, richtig Fuß zu fassen. Im vergangenen Jahr wurden hierzulande gerade einmal knapp 2.750 Fahrzeuge neu zugelassen – darunter knapp 800 Einheiten des bisherigen Einstiegsmodells UX. Diese Rolle nimmt künftig der LBX ein.

Lexus sprach anlässlich der Weltpremiere seines neuen Hoffnungsträgers, die Anfang Juni in Mailand stattfand, gar von einem „Wendepunkt für die Marke in Europa“. Vor allem jüngere Kunden, Downsizer und Menschen, die einen Zweitwagen suchen, hat der Hersteller mit seinem neuen Modell im Visier.

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Die Produktion des LBX soll Ende 2023 starten, die ersten Auslieferungen sind für Anfang 2024 terminiert. Zu der Preispositionierung seines neuen knapp 4,2 langen „Zwergs“ hat sich Lexus noch nicht geäußert. Zur Einordnung: Der knapp 30 Zentimeter längere Lexus UX startet preislich bei gut 42.000 Euro.

Fest steht indes, mit welchem Antrieb Lexus sein Einstiegs-SUV ins Rennen schickt: Der LBX – das Kürzel steht für Lexus Breakthrough Crossover –, rollt als Vollhybridmodell vom Band. Die maximale Leistung des Vollhybridsystems beträgt 100 kW/136 PS bei einem maximalen Drehmoment von 185 Nm. Als Verbrennungsmotor kommt dabei ein 1,5-Liter-Dreizylinder-Benziner zum Einsatz.

Lexus hat nach eigenen Angaben die wichtigsten Komponenten des Hybridsystems, darunter das Getriebe und die Leistungssteuerung, umfassend überarbeitet. Die Ziele dabei waren, die Effizienz zu verbessern, Verluste zu reduzieren, Gewicht einzusparen und die Größe zu verringern.

Die leichtere und kompaktere bipolare Nickel-Metallhydrid-Batterie (NiMH) soll den Elektromotor beim Beschleunigen unterstützen und dafür Sorge tragen, dass das SUV auch bei höheren Geschwindigkeiten und auf längeren Strecken rein elektrisch fährt. Optional ist der LBX mit Allradantrieb verfügbar, bei dem ein zusätzlicher Elektromotor an der Hinterachse zum Einsatz kommt.

Der LBX ist das erste Lexus-Modell, das auf einer Variante von Toyotas Kleinwagen-Architektur GA-B entwickelt wurde. Diese zeichnet sich aus durch einen niedrigen Schwerpunkt, eine breite Spur, kurze Überhänge und eine hochsteife Karosserie. Lexus stellt ein agiles Fahrverhalten, ein stabiles Kurvenverhalten sowie hohen Fahrkomfort in Aussicht.

Optisch differenziert sich der LBX, der in etwa so lang ist wie der Toyota Yaris Cross, deutlich von seinen größeren Geschwistern. Das gilt vor allem für die Frontpartie: Die Designer haben den markanten Diabolo-Grill umfassend überarbeitet. Weitere Designmerkmale sind eine in die Länge gezogene Motorhaube, kürze Überhänge und ausgestellte Kotflügel. Sie sollen den sportlichen Charakter des Modells betonen.

Die Sonderposition des LBX im Lexus-Portfolio wird auch deutlich, wenn es um die Ausstattungsvarianten geht: Die heißen beim hippen SUV „Atmosphären“. Die Käufer können neben einem Basismodell zwischen den vier Versionen Emotion, Cool, Elegant und Relax wählen. Diese differenzieren sich voneinander nicht durch den Ausstattungsumfang oder Komfortmerkmale, sondern durch unterschiedliche Farben, Oberflächen und Styling-Details. Die beiden sportlichen Versionen Emotion und Cool beispielsweise sind zweifarbig lackiert, während die beiden Varianten Elegant und Relax die Käufer ansprechen sollen, die Wert auf eine hochwertige Anmutung legen.

Auch wenn der LBX ein Einstiegsmodell ist, müssen die Insassen im Innenraum nicht auf eine Premiumanmutung verzichten. Neben Sitzbezügen aus Leder gibt es auch eine vegane Alternative. Die horizontale Instrumententafel geht in die Türverkleidung über und sorgt für ein luftigeres Raumgefühl. Die Ambiente-Beleuchtung akzentuiert verschiedene Bereiche der Kabine und bietet 50 Farboptionen. Am markantesten gestaltet ist die Mittelkonsole samt eines 9,8-Zoll-Touchscreens.

Gute Rundumsicht

Als große Stärken nennt Lexus die gute Rundumsicht in seinem Einstiegs-SUV sowie die Anordnung der wichtigsten Bedienelemente und Informationsquellen: Diese wurden so platziert, dass der Fahrer nur minimal seine Hände und Augen bewegen muss, um sie zu bedienen bzw. abzulesen. Das Ladevolumen im Kofferraum beträgt bis zu 332 Liter.

Zu den optionalen Features im LBX zählen ein neues digitales 12,3-Zoll-Instrumentendisplay, ein Head-up-Display, ein Premium-Surround-Sound-System von Mark Levinson, eine Luftreinigungstechnologie, eine elektrische Heckklappe sowie ein digitaler Schlüssel, der es den Besitzern ermöglicht, ihr Smartphone zum Entriegeln und Starten des Fahrzeugs zu verwenden.

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Serienmäßig mit an Bord sind unter anderem ein Pre-Crash-Safety-System mit Kreuzungsassistent, eine adaptive Geschwindigkeitsregelung, ein Spurführungs- und Spurhalteassistent sowie eine Verkehrszeichenerkennung und ein Totwinkel-Assistent. Zu den optionalen Sicherheitsfunktionen zählen eine 360-Grad-Kamera und ein Einparkassistent, der sich von außen per Smartphone steuern lässt.

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