DAF-Trucks Lkw-Hersteller bringt Händler gegen sich auf

Autor: Doris Pfaff

Die Händler des niederländischen Lkw-Herstellers DAF sind sauer. Seit Mai passte der Hersteller mehrfach, kurzfristig und teilweise rückwirkend die Preise für bestellte Fahrzeuge an und kürzte die Boni für 2021. Als Grund nennt der Hersteller die gestiegenen Rohstoffpreise und den Mangel an Halbleitern.

Die kurzfristigen Preiserhöhungen für Fahrzeuge und die Kürzung der Boni sorgen aktuell für große Verärgerung bei den Vertragshändlern des niederländischen Nutzfahrzeugherstellers DAF.
Die kurzfristigen Preiserhöhungen für Fahrzeuge und die Kürzung der Boni sorgen aktuell für große Verärgerung bei den Vertragshändlern des niederländischen Nutzfahrzeugherstellers DAF.
(Bild: DAF)

Im deutschen DAF-Netz rumort es. Dabei haben es die Vorwürfe aus den Reihen der DAF-Händler in sich. Unter anderem geht es um Vertragsbruch, weil DAF einseitig vertragliche Absprachen kündige. Namentlich genannt werden möchte kein DAF-Händler. Zu groß ist die Sorge vor Repressalien durch den Hersteller. Auch der DAF-Vertragshändlerverband (DVV), der die Interessen von rund 25 DAF-Händlern vertritt, hüllt sich in Schweigen und war zu keiner Stellungnahme bereit.

Begonnen hatte das Zerwürfnis, als der Lkw-Hersteller Anfang Mai seinen Händlern mitgeteilt hatte, sie an Mehrkosten zu beteiligen. Grund sei die Situation in der Autoindustrie durch fehlende Halbleiter, Rohstoffmangel und gestiegene Preise. Die Händler sollten eine Mehrkostenumlage von 750 Euro pro Stück für bestimmte Baureihen und für später bestellte Fahrzeuge 25 Prozent der Mehrkosten zahlen.

Über den Autor

 Doris Pfaff

Doris Pfaff

Redakteurin bei »kfz-betrieb«, Ressort Verbände & Politik