Lucid Mehr Anlaufstellen für Service und Vertrieb

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Der Lucid-Vertrieb stockt in Deutschland. Nun will der Hersteller näher ran an die Kunden. Seine Customer-Experience-Strategie sieht zusätzliche Schauräume vor. Insbesondere in den Service will der E-Autobauer deutlich investieren.

Der US-Hersteller Lucid will weitere Verkaufsräume in Deutschland errichten. Im Bild zu sehen ist das Lucid-Studio in München.(Bild:  Grimm – VCG)
Der US-Hersteller Lucid will weitere Verkaufsräume in Deutschland errichten. Im Bild zu sehen ist das Lucid-Studio in München.
(Bild: Grimm – VCG)

Der hochdefizitäre Elektroautobauer Lucid muss seinen Absatz signifikant steigern, um zu überleben. Daher hat das US-Unternehmen nun einige Maßnahmen ergriffen, um für Kunden attraktiver zu werden. Nach der Preissenkung zum Jahresanfang folgt nun im Zuge der „Customer Experience Strategie“ ein dichteres Netz an Ansprechpartnern für die Kunden. Insbesondere Service und Aftersales haben es den Vermarktungsstrategen anscheinend angetan.

Wie das Unternehmen am Donnerstag, 18. April, mitteilte, will es die europäische Präsenz mit neuen Studios und mobilen Serviceangeboten noch in diesem Jahr ausbauen. Lucid hat im vergangenen Jahr gerade einmal 6.000 Neuwagen weltweit verkauft. Davon wurden 99 in Deutschland zugelassen. Gleichzeitig musste Lucid einen Verlust von 2,83 Milliarden US-Dollar bilanzieren. In diesem Jahr soll der Absatz auf 9.000 Einheiten steigen, hieß es auf Anfrage von »kfz-betrieb«. Absatzziele für einzelne Regionen oder Märkte werde man aber nicht veröffentlichen. Hierzulande sind laut dem Kraftfahrt-Bundesamt im laufenden Jahr nur elf Modelle in den Verkehr gekommen.

Zentral ist in der Customer-Experience-Strategie für Europa, dass der Hersteller einen Wartungs-, Kunden- und Pannenservice vor Ort aufbaut. Konkret bedeutet das laut dem Importeur:

  • Zwei Service-Center in München und Zürich, die technisch umfassend ausgestattet sind, um technische Probleme aller Art zu lösen.
  • Mit mehr mobilen Servicefahrzeugen will Lucid Kunden im Ernstfall mit technischem Know-how unterstützen – „in der Garage oder unterwegs“.
  • Lucid weitet seinen Pannenservice auf 15 Märkte in Europa aus, insbesondere in Skandinavien, West- und Mitteleuropa. Das Angebot gilt für alle Lucid-Fahrzeuge für vier Jahre ab Kaufdatum oder bis zu einer Laufleistung von 80.000 Kilometern.
  • Die Over-the-Air-Updates (OTA) sowie die präventiven Analysen und Diagnosen des Autos und seiner Features bleiben erhalten.

Begleitend dazu will Lucid in Deutschland drei weitere Verkaufsstellen aufbauen, die sogenannten Lucid Studios, und zwar in Hamburg, Frankfurt am Main und Stuttgart. Diese ergänzen die Schauräume in München und Düsseldorf. Zudem können Interessierte über die Lucid-Website Probefahrten vereinbaren. Der Hersteller bringt den Testwagen zum Kunden – nach Hause oder zur Arbeit.

Derzeit bleibt Lucid in Europa eine Ein-Modell-Marke: Vertrieben wird ausschließlich die geräumige und große, rein elektrisch angetriebene Limousine „Air“. In den USA soll Ende des Jahres daneben die Serienproduktion des Elektro-SUVs Gravity starten. Den Zeitpunkt für den Markteintritt in Europa und in Deutschland will der Hersteller zu einem noch nicht weiter konkretisierten „späteren Zeitpunkt“ bekannt geben. „Unser Fokus in Europa liegt aktuell ganz klar auf dem Lucid Air“, hieß es auf Anfrage.

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