Mann+Hummel-Chef geht

Autor / Redakteur: Jens Rehberg / Jens Rehberg

Nur zwölf Monate lang lenkte er die Geschicke des Ludwigsburger Filterspezialisten, jetzt verlässt Werner Lieberherr das Unternehmen wieder. Vorläufig übernimmt eine Doppelspitze die Führung des Unternehmens.

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Werner Lieberherr
Werner Lieberherr
(Bild: Michael Fuchs)

Der Vorsitzende der Geschäftsführung bei Mann+Hummel, Werner Lieberherr, hat das Unternehmen verlassen. Wie der Filterspezialist am Donnerstag in einer Presseerklärung geschrieben hat, passierte die Trennung „einvernehmlich aufgrund unterschiedlicher Auffassungen über die künftige strategische Ausrichtung“. Der 59-Jährige war erst vor zwölf Monaten vom Luftfahrtkonzern B/E Aerospace gekommen.

Mann+Hummel hat unterdessen Nicolaas Zerbst zum Interimsgeschäftsführer berufen – er wird die Unternehmensgruppe vorläufig gemeinsam mit Geschäftsführerin Emese Weissenbacher lenken.

Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Fischer bedankte sich bei Werner Lieberherr laut der Erklärung für sein Engagement um den gleichzeitigen konsequenten Ausbau der Geschäftssegmente Transportation sowie Life Science & Environment. „Wir werden uns nun für die Suche nach einer Nachfolge ausreichend Zeit nehmen. Solange setzen wir auf eine Führungsmannschaft, die seit langer Zeit die Geschicke des Unternehmens international hochprofessionell steuert“, so Fischer weiter.

2018 war der Umsatz der Gruppe zwar leicht auf 3,96 Milliarden Euro gestiegen, allerdings sank das Ergebnis um etwa die Hälfte auf knapp 93,6 Millionen Euro (Ebit). Bis Ende kommenden Jahres sollen nun weltweit 100 Millionen Euro eingespart werden.

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