Neben dem angespannten Verhältnis mit dem Handel warten auf Duesmann noch zahlreiche weitere Herausforderungen. Audi-Betriebsratschef Peter Mosch teilte etwa mit: „Von Markus Duesmann und seinem Vorstandsteam erwarten wir eine stabile Auslastung der Werke und mehr Mut zu Vorsprung durch Technik.“ Zuletzt hatte Audi unter anderem in den deutschen Werken Ingolstadt und Neckarsulm teilweise Leerlauf gehabt. In Neckarsulm strich der Hersteller daraufhin die Nachtschicht.
Wie der Gesamtkonzern will auch Audi den Wandel hin zur Elektromobilität vorantreiben. Den Auftakt bildete der E-Tron, der allerdings einen denkbar durchwachsenen Start erwischte. Unter anderem musste das Modell nur kurz nach dem Start wegen möglichem Wassereintritt zurückgerufen werden.
Bis 2025 will Audi mehr als 30 elektrifizierte Modelle auf den Markt bringen. Zudem forschen die Ingolstädter weiter an der Wasserstofftechnologie.
Rückstand auf die Konkurrenz
Gemeinsam mit der auch noch neuen Vertriebsvorständin Hildegard Wortmann, die ebenfalls eine BMW-Vergangenheit hat, wird Duesmann zudem daran arbeiten müssen, den Absatz-Rückstand auf die Konkurrenz zu verkürzen. Mercedes und BMW hatten in den vergangenen Monaten regelmäßig deutlich mehr Fahrzeuge verkauft als Audi. Mercedes hat per Oktober 1.924.536 Einheiten verkauft, BMW 1.777.691 – Audi nur derer 1.506.250.
Nicht zuletzt wabert rund um die Ingolstädter Marke auch weiter der Dieselgate-Skandal. Erst kürzlich hatte dieser erneut zu einem Rückruf von 40.000 Audi-Modellen geführt. Bis die Affäre endgültig aufgeklärt ist und die Nachwirkungen abgeklungen sind, wird es wohl noch eine Weile dauern.
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