Marnet investiert erstmals in Skoda
Mit ihren zwei schwäbischen Standorten hat sich die Marnet-Gruppe regional differenziert aufgestellt. Jetzt stärkt sie diese Aktivitäten, indem sie ein weiteres Fabrikat ins Portfolio aufnimmt.

Die Marnet-Gruppe baut ihre schwäbischen Präsenz aus. In Heidenheim hat der Partner diverser VW-Konzernmarken nun die Skoda-Aktivitäten des Autohauses Kummich übernommen. Der Verkäufer betreibt mehrere Standorte im Schwäbischen, ist allerdings vor allem auf die Marken des FCA-Konzerns ausgerichtet. Marnet übernimmt neben Mitarbeitern und Kundenstamm auch die Immobilien.
Zum 1. Oktober erfolgt der Betriebsübergang des Skoda-Standortes mit 13 Mitarbeitern auf Marnet. Dort sind dann etwa 50 Mitarbeiter beschäftigt. Erleichtert wurde der Schritt nicht zuletzt durch die direkte Nachbarschaft des bisherigen VW-Betriebs von Marnet im Gewerbegebiet von Heidenheim-Schnaitheim zum Skoda-Händler. Schon lange habe man das Portfolio um eine weitere Automarke vergrößern wollen, sagte VW-Geschäftsleiter Paul Reck im Gespräch mit der „Heidenheimer Zeitung“.
Die angrenzenden Liegenschaften vereinfachen zugleich die praktische Zusammenarbeit der beiden Betriebe. Man wolle die VW-Werkstatt des Marnet-Betriebs gemeinsam nutzen und somit eine bessere Auslastung schaffen. Derzeit wird sie neu gebaut und auf 1.000 Quadratmeter Fläche erweitert. Auch in den Skoda-Betrieb wird investiert. Nach Informationen der Zeitung steckt Marnet in die Entwicklung des Heidenheimer Standorts insgesamt mehrere Millionen Euro - unter anderem wohl auch in die Einführung der aktuellen Skoda CI.
Das Autohaus Kummich mit Stammsitz in Aalen war zuletzt ebenfalls auf Expansionskurs. 2016 etwa kaufte das Unternehmen den Fiat-Händler Kehl in Crailsheim und schloss damit eine regionale Lücke zwischen den Aktivitäten auf der schwäbischen Alb und im Fränkischen (Ansbach, Fürth). Mit der Übergabe des Skoda-Geschäfts kann sich das Autohaus Kummich, das etwa im Jahr 2016 mit dem „Da Vinci Award“ von Fiat Chrysler Deutschland ausgezeichnet worden war, verstärkt um die Belange der FCA-Marken Fiat, Alfa, Abarth und Jeep kümmern.
Die Marnet-Gruppe, deren Geschichte bis ins Jahr 1890 mit der Gründung einer Schlosserei zurückreicht, beschäftigt derzeit an zehn Standorten über 450 Mitarbeiter. Firmensitz ist in Königstein/Taunus, wo allein vier Standorte betreiben werden (VW, Audi, Seat, K&L-Zentrum). Vor allem in den letzten zehn Jahren ist das Unternehmen deutlich durch zusätzliche Standorte gewachsen. Im Jahr 2005 erfolgte das räumliche Ausgreifen ins Schwäbische mit der Verkaufsstelle Herbrechtingen, seit 2014 ist Marnet in Heidenheim aktiv.
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