Händlernetz Maserati bringt sich in Nürnberg und Würzburg in Stellung

Von Andreas Grimm 3 min Lesedauer

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Maserati ist nach langer Absatzdurststrecke in diesem Jahr wieder auf Wachstumskurs in Deutschland. Gleichzeitig ist Bewegung im Vertriebsnetz. Zwei Standorte im Fränkischen starten neu, obwohl es in der Region schon einen Maserati-Partner gibt.

Maserati in Nürnberg: In der Fußgängerzone, Kaiserstraße 41, ist ein Pop-up-Store gestartet.(Bild:  Maserati)
Maserati in Nürnberg: In der Fußgängerzone, Kaiserstraße 41, ist ein Pop-up-Store gestartet.
(Bild: Maserati)

Automobile Edelmarken suchen derzeit den Weg in die Innenstädte. In Nürnberg bekommt die Feser-Graf-Gruppe, die jüngst in der Metropole in Ferrari, Bentley und McLaren investierte, einen neuen Maserati-Händler als Konkurrenten: die Scuderia Franconia GmbH mit Sitz in Kürnach bei Würzburg. Dahinter steht der Unternehmer Michael Brückner, der zugleich den Land-Rover-Händler Brückner & Hofmann leitet.

Am 1. August nun eröffnete die Scudaria Franconia in der Nürnberger Innenstadt, Kaiserstraße 41, einen Pop-up-Store für das italienische Fabrikat. Diese „strategische Platzierung stärkt die Sichtbarkeit und Zugänglichkeit der italienischen Sportwagenmarke und ermöglicht so eine optimale Ansprache eines breiten Publikums“, heißt es dazu in einer Mitteilung des Importeurs. An dieser Stelle in der Fußgängerzone werde „eine neue, zahlungskräftige Zielgruppe direkt angesprochen“.

Großer Auflauf zur Eröffnung des Maserati-Stores in der Nürnberger Innenstadt.(Bild:  Maserati)
Großer Auflauf zur Eröffnung des Maserati-Stores in der Nürnberger Innenstadt.
(Bild: Maserati)

Michael Brückner scheint gewillt, mit der Marke Maserati durchzustarten. Denn zusätzlich zur Boutique in Nürnberg ist der Händler dabei, auch am Firmensitz in Kürnach, im verkehrsgünstig an der Autobahn A7 gelegenen Gewerbegebiet, einen Showroom für Maserati zu bauen. Die Unterstützung der Maserati-Führung scheint er zu haben: „Was Michael Brückner und sein Team rund um Brand Manager Robert Becker in kürzester Zeit realisiert haben, könnte künftig als Blaupause für weitere Innenstadt-Stores dienen“, lobt Roland Staehler, Managing Director Maserati Central Europe, in einer Pressemitteilung.

Erstaunlich an der Entwicklung ist, dass zwischen den beiden neuen Maserati-Standorten seit zwei Jahren bereits ein Maserati-Partner den Markt bearbeitet: das Mehrmarken-Autohaus Oppel mit Standorten in Ansbach und Heilsbronn. Letzterer Ort liegt nur 20 Kilometer vor den Toren der Frankenmetropole Nürnberg. Oppel hatte den Maserati-Schauraum in Heilsbronn im Jahr 2023 für „einen mittleren sechsstelligen Betrag“ umgebaut, um die CI-Standards des italienischen Premiumfabrikats zu erfüllen.

Fraglos sind die Zulassungszahlen von Maserati zuletzt gestiegen, prozentual sogar um 31 Prozent im bisherigen Jahresverlauf. Absolut verkauften die Italiener, die zum Stellantis-Konzern gehören, bislang allerdings nur 455 Einheiten. Ob sich vor diesem Hintergrund die regionale Präsenz, wie in der Pressemitteilung beschrieben, wirklich verbessert werden muss, sei dahingestellt. Andererseits ist das Maserati-Netz in Deutschland noch sehr löchrig: Auf der Importeursseite sind aktuell 13 Händler mit 16 Vollfunktionsbetrieben gelistet plus 5 reine Servicestandorte.

Markenmonitor 2025

»kfz-betrieb«-Dossier

Vertriebsnetze – Gute Stimmung, schlechte Stimmung

Der Markenmonitor 2025 beleuchtet, wie zufrieden der Handel mit 28 Marken ist.
(Bildquelle: VCG)

Seat und Cupra sind top, Citroën ist das Schlusslicht im diesjährigen Markenmonitor des Instituts für Automobilwirtschaft (IfA). Nur warum ist das so? Gibt es Entwicklungspotenzial und wie schätzt die Branche die Fabrikate ein? Um Antworten zu geben, hat »kfz-betrieb« die Markenmonitor-Daten durchgesehen, komprimiert und durch Grafiken anschaulich aufbereitet. Dadurch ist ein Kompendium entstanden, das die Gemütslage des Handels in 28 Vertriebsnetzen durchleuchtet und auf den Punkt bringt. Die Ergebnisse finden Abonnenten im Online-Dossier Markenmonitor 2025.

Auf jeden Fall belegt das Fabrikat im Marken-Monitor 2025 Platz eins in der Kategorie „Nachhaltigkeit“ – eine Auszeichnung, die die kontinuierlich positive Entwicklung der Händlerzufriedenheit über mehrere Jahre hinweg würdigt. „Die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Maserati Händlernetzwerk in Deutschland wurde in den vergangenen drei Jahren gezielt und nachhaltig gestärkt, was sich nicht zuletzt in einer überdurchschnittlichen Profitabilität der Händlerbetriebe widerspiegelt“, heißt es dazu in der Maserati-Mitteilung.

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