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May & Olde verkauft 2018 weniger BMW, aber mehr Mini

Autor: Andreas Wehner

Sowohl beim Absatz als auch beim Umsatz hat Schleswig-Holsteins größter BMW-Händler im vergangenen Jahr an Fahrt verloren. 2019 hat für May & Olde dagegen gut angefangen. Zudem hat sich das Portfolio erweitert.

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May & Olde ist gut ins Jahr 2019 gestartet.
May & Olde ist gut ins Jahr 2019 gestartet.
(Foto: May & Olde)

Für den Schleswig-Holsteiner BMW- und Mini-Händler May & Olde war 2018 ein anspruchsvolles Jahr. Sowohl beim Absatz als auch beim Umsatz hat das Unternehmen an Fahrt verloren. An seinen sieben Standorten verkaufte May & Olde einer Pressemitteilung zufolge im vergangenen Jahr 1.190 Neuwagen.

Das entspricht einem Rückgang gegenüber dem Jahr 2017 von 8 Prozent. Maßgeblich dafür verantwortlich waren Absatzeinbußen bei der Marke BMW in Höhe von 13 Prozent, während die Verkäufe der Marke Mini um 8,3 Prozent stiegen. Auch im Großkundengeschäft verbuchte May & Olde Zuwächse. Der Gebrauchtwagenabsatz sank um 1,4 Prozent auf 2.455 Einheiten.

Die Führung von May & Olde 2019 (v.li.): Ralf Pohlmann, kaufmännischer Geschäftsführer, und Christian Rönsch, geschäftsführender Gesellschafter sowie die beiden Gesellschafter Hans-Otto Olde und Michael May.
Die Führung von May & Olde 2019 (v.li.): Ralf Pohlmann, kaufmännischer Geschäftsführer, und Christian Rönsch, geschäftsführender Gesellschafter sowie die beiden Gesellschafter Hans-Otto Olde und Michael May.
(Bild: May & Olde)

Der Umsatz der Autohandelsgruppe ging im vergangenen Jahr um 9,4 Prozent auf 107,6 Millionen Euro zurück. „Neben dem schwierigen Geschäft mit BMW-Neuwagen waren dafür auch rückläufige Geschäfte im Teilebereich verantwortlich“, erläuterte der geschäftsführende Gesellschafter von May & Olde, Christian Rönsch, das Ergebnis im Gespräch mit »kfz-betrieb«.

2019 hat für den BMW- und Mini-Händler jedoch gut angefangen. „Wir konnten im ersten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres aufgrund von guten Auftragseingängen im Bereich neue und gebrauchte Automobile und einer hohen Auslastung im Service ein Umsatzplus von knapp 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verbuchen“, berichtete Rönsch.

Neue Führungsstruktur

Bereits im vergangenen Jahr habe das Unternehmen sukzessive durch personelle und strukturelle Veränderungen die Weichen dafür gestellt. So hat das Unternehmen mit Michael Fischer nicht nur einen neuen Aftersales-Leiter eingestellt. Künftig ergänzt Ralf Pohlmann als kaufmännischer Geschäftsführer die Unternehmensleitung. Er war bereits früher als Finanzleiter bei May & Olde tätig und soll Unternehmenschef Christian Rönsch in Zukunft unterstützen.

Mit Christina Kutschinski gibt es zudem eine neue Personalleiterin. „Gutes Personal zu finden und zu halten ist heute wichtiger denn je“, sagte Rönsch. May & Olde unternehme traditionell große Anstrengungen, um Mitarbeiter für das Unternehmen zu begeistern. Künftig wolle der Autohändler sein Engagement noch verstärken. „Daher ist diese Personalie für uns nur konsequent“, so der Geschäftsführer.

Seit 1. März hat May & Olde mit Alpina zudem eine zusätzliche Marke ins Portfolio aufgenommen. Das Unternehmen vertreibt die individualisierten Fahrzeuge auf BMW-Basis in Schleswig-Holstein künftig exklusiv. „Es gibt in unserem Marktgebiet ein großes Interesse, sodass wir diesen Schritt getan haben. Wir sehen hier ein großes Potenzial“, sagte Rönsch.

May & Olde ist der größte BMW-Händler in Schleswig-Holstein. Zur Gruppe gehören neben dem Hauptbetrieb in Halstenbek Autohäuser in Elmshorn, Heide, Rendsburg, Kaltenkirchen, Quickborn und Itzehoe. Das Unternehmen beschäftigt aktuell 245 Mitarbeiter.

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Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«