Mazda-Rückrufe Störungen bei drei verschiedenen Baureihen

Von Niko Ganzer 2 min Lesedauer

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Mazda ruft in Deutschland über 12.000 Fahrzeuge zurück. Modelle der Baureihen CX-30, CX-60 und Mazda 3 können ein Problem mit dem Bild der 360-Grad-Kamera haben. Der CX-60 kann zudem unerwartet in den „Fail-Safe“-Modus wechseln.

Bei der Modellreihe CX-60 sind alle Antriebsarten von möglichen Fehlfunktionen betroffen.(Bild:  Mazda)
Bei der Modellreihe CX-60 sind alle Antriebsarten von möglichen Fehlfunktionen betroffen.
(Bild: Mazda)

Diverse Fehlerbilder sorgen bei Mazda für drei Rückrufaktionen, die drei verschiedene Baureihen betreffen. Der CX-30, CX-60 und Mazda 3 haben ein Problem gemeinsam: die Bilder der Front-, Seiten- und Rückfahrkameras können flackern und in einigen Fällen nicht mehr auf dem mittleren Anzeigemonitor erscheinen.

Eine „Neuprogrammierung des VMC (View Monitor Control Module) auf den Stand der laufenden Produktion“ soll laut Herstellerankündigung die ordnungsgemäße Funktion des 360-Grad-Kameramonitors sicherstellen. Das Update dauert etwa 20 Minuten.

Mehrere Defekte beim CX-60

Damit ist der Rückruf für CX-30 und Mazda 3 erledigt. Beim CX-60 müssen dagegen noch weitere Baustellen abgearbeitet werden. Wie schon im Mai geht es um mögliche Motoraussetzer.

Bei der Dieselvariante könne das Aggregat während der Fahrt oder nach einem Halt bei aktiviertem Start-Stopp-System nicht anspringen. Zudem könne es vorkommen, dass der Relaiskreis der Mild-Hybrid-Batterie nicht geschlossen werde, wenn der Motor innerhalb von ca. acht Sekunden nach dem Ausschalten der Zündung per Knopfdruck neu gestartet werde. Dadurch werde die „Fail-Safe“-Funktion aktiviert, das heißt das Fahrzeug geht für über eine Minute in den Zustand „nicht fahrbereit“ und das Getriebe verbleibt in der Leerlauf-Position „N“.

Auch die Plug-in-Hybrid-Modelle des CX-60 könnten unerwartet in den „Fail-Safe“-Modus wechseln. Wie die Mazda Motors Deutschland GmbH mitteilt, stoppt die Software den Betrieb sowohl des Verbrennungs- als auch des Elektromotors „ohne oder mit nur kurzer Vorwarnung“, wenn sie einen Temperaturanstieg des PHEV-Systemwechselrichters über einen bestimmten Schwellenwert feststellt.

Für alle CX-60-Modelle steht daher eine Aktualisierung der Steuerungssoftware des Antriebsstrangsteuerungsmoduls (PCM) an. Bei der PHEV-Variante des SUVs ist außerdem ein Update des Motorsteuerungsmoduls (ECM) fällig. Hierfür sind 20 bis 25 Minuten veranschlagt.

VMC-Update auch für den CX-90

Der Rückruf für den Mazda CX-60 PHEV läuft unter dem Herstellercode „AP047A“ für 8.279 Einheiten in Deutschland und weitere 21.000 in Europa. Sie stammen aus dem Erstzulassungszeitraum 15.3.2022 bis 11.7.2023. Die Aktion für die europaweit rund 6.600 CX-60 D firmiert intern unter der Kennung „AP049A“. Die 2.283 hierzulande betroffenen Exemplare wurden zwischen 28. September 2022 und 21. Juni 2023 erstmals registriert. Der Rückruf „AP059A“ ist bei uns für rund 2.000 Mazda 3 und CX-30 relevant, neu angemeldet zwischen dem 6. April und 23. August bzw. dem 6. Juni und 2. September 2023.

In Europa umfasst die Aktion in Summe 7.411 Fahrzeuge. Außerhalb Europas ist diese Aktion zudem für eine unbekannte Stückzahl von in diesem Jahr gebauten CX-90 vorgesehen. Das größte SUV der Japaner steht in Europa nicht offiziell zum Verkauf.

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