Tarifabschluss Mehr Lohn auch für das ostdeutsche Kfz-Gewerbe

Von Nick Luhmann 2 min Lesedauer

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Eine zweimalige Lohnerhöhung – erst um 5, dann um 3,6 Prozent – erhalten auch die Beschäftigten im Kfz-Gewerbe in Ostdeutschland. Die Tarifgemeinschaft Mitteldeutsches Kfz-Gewerbe folgte damit den Abschlüssen anderer Tarifgebiete. Mit 85 und 65 Euro gibt es jedoch überproportional mehr für Azubis.

Höhere Löhne und Ausbildungsvergütungen gibt es auch für die Beschäftigten im Mitteldeutschen Kfz-Gewerbe. (Bild:  IG Metall)
Höhere Löhne und Ausbildungsvergütungen gibt es auch für die Beschäftigten im Mitteldeutschen Kfz-Gewerbe.
(Bild: IG Metall)

Wie bereits andere Tarifgemeinschaften zuvor, folgte auch die Tarifgemeinschaft Mitteldeutsches Kfz-Gewerbe dem Pilotabschluss von Baden-Württemberg. Damit erhalten die Beschäftigten im Kfz-Gewerbe in Ostdeutschland ebenfalls eine zweistufige Erhöhung der Löhne im November 2023 um zunächst 5 Prozent und eine weitere im Oktober 2024 um 3,6 Prozent.

Darauf einigten sich in der zweiten Tarifrunde in Berlin die Tarifgemeinschaft Mitteldeutsches Kfz-Gewerbe mit der IG Metall Frankfurt für die Tarifgebiete Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Zusätzlich zur Lohnerhöhung wurde in einem gesonderten Tarifvertrag vereinbart, dass die Beschäftigten eine Inflationsausgleichsprämie von 2.500 Euro erhalten, zahlbar in zwei Stufen von 1.500 Euro zum 1. Juli 2023 und 1.000 Euro zum 1. April 2024. Für Auszubildende gibt es ab 1. November 2023 in allen Ausbildungsstufen 85 Euro und ab 1. Oktober 2024 nochmals 65 Euro mehr.

Zu den weiteren Vereinbarungen gehört auch ein Tarifvertrag, der die betriebliche Überlassung von Leasing-Fahrrädern im Wege einer freiwilligen Entgeltumwandlung ermöglicht. Der Entgelttarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten bis zum 31. März 2025.

„Der Tarifgemeinschaft ist es gelungen, entgegen der ursprünglichen Forderung der IG Metall über 8,5 Prozent Entgelterhöhung für zwölf Monate und auch vor dem Hintergrund von Warnstreiks im ostdeutschen Kfz-Gewerbe einen Tarifvertrag abzuschließen, der unter den – insbesondere inflationsbedingt – schwierigen wirtschaftlichen Gegebenheiten die Interessen der Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen berücksichtigt und den ostdeutschen Kfz-Betrieben Planungssicherheit für die nächsten zwei Jahre bietet“, teilte die Tarifgemeinschaft Mitteldeutsches Kfz-Gewerbe mit.

Allerdings bewegten sich die Entgelterhöhungen mit Inflationsausgleichsprämie „an der absoluten Obergrenze dessen, was unsere Kfz-Betriebe in der jetzigen wirtschaftlichen Situation leisten können“, so der Vorsitzende der Tarifgemeinschaft Olaf Steinert.

Mit diesem Abschluss folgen die ostdeutschen Tarifgebiete den Abschlüssen in Niedersachsen, Hessen und Schleswig-Holstein. Die Arbeitgeber heben besonders hervor, dass mit der überproportionalen Erhöhung der Ausbildungsvergütungen in allen Lehrjahren die Ausbildung in den ostdeutschen Kfz-Betrieben weiter gestärkt werde und somit insbesondere die Ausbildung im Kfz-Handwerk weiter an Attraktivität gewinne.

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