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Mercedes-Benz: 140 Jahre „Zündung EIN“

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Technische Meilensteine „Made in Schwaben“

Vorn und hinten energieabsorbierende Knautschzonen, dazwischen eine „gestaltfeste“ Passagierzelle – das zeichnet die von Béla Barényi erfundene Sicherheitskarosserie aus. Dieser Meilenstein der passiven Sicherheit hat 1959 in den „Heckflosse“-Limousinen (W 111) Premiere. Im selben Jahr beginnt Mercedes-Benz mit systematischen Crashtests, schließlich ist Sicherheit ein Kernwert von Mercedes-Benz.

Seit 1978 steht das Kürzel ABS für aktive Sicherheit durch das Antiblockiersystem. Premiere hat es in der S-Klasse. Mercedes-Benz entwickelt immer wieder solche Systeme und Sicherheitslösungen, die die gesamte Branche prägen. ESP ist ein weiteres Beispiel, das elektronische Stabilitätsprogramm von 1995.

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Zeiten lügen nicht

Im Motorsport zeigt sich Leistung ohne Umwege direkt auf der Stoppuhr. Voraussetzung für Siege: beste Rennwagen, beste Fahrer, bestes Teamwork. Etwa in der Königsklasse Formel 1. Seit 2010 startet Mercedes-AMG hier mit einem Werksteam. Nie zuvor gewinnt ein Team in so kurzer Zeit so viele Titel: seit 2014 sieben Fahrerweltmeisterschaften und acht Konstrukteurstitel. Seit dem Beginn des Motorsports 1894 stehen Mercedes-Benz und die Vorgängermarken in den verschiedenen Facetten des Motorsports immer wieder auf dem Siegerpodium. Die berühmten Silberpfeile feiern ihre Premiere 1934 und legen in den 50er-Jahren erneut nach – und eben ununterbrochen seit 2010.

Wer so lange Automobile baut wie Mercedes-Benz, bringt immer wieder absolute Superlative hervor. Zu den jüngsten gehört der Mercedes-AMG ONE mit Formel 1-Technik, ab 2022 nur 275-mal hergestellt und 3,3 Millionen Euro teuer. Oder 1997 der Mercedes-Benz CLK-GTR: Die gebauten 25 Fahrzeuge sind für jeweils knapp 2,7 Millionen DM zu haben. Mit der Rennversion gewinnt Mercedes-Benz die FIA-GT-Meisterschaft. Heute haben die Preise für diese Rarität die Zehn-Millionen-Euro-Hürde genommen.

Auch bei Rekordfahrten setzt Mercedes-Benz immer wieder Bestmarken. Zuletzt legt der elektrische Concept AMG GT XX im August 2025 auf dem italienischen Hochgeschwindigkeitsrundkurs Nardò in 24 Stunden 5.479 Kilometer zurück – Weltrekord für Fahrzeuge mit Elektromotor. Oder 2022 der Mercedes-AMG One mit Formel 1-Technologie, er ist das schnellste Serienfahrzeug auf der 20,8 Kilometer langen Nürburgring-Nordschleife. 1938 markiert Rudolf Caracciola mit 432,7 km/h den absoluten Geschwindigkeitsrekord für öffentliche Straßen – der nahezu unglaubliche 80 Jahre Bestand hat.

Liebe geht durch den Wagen

Die gesamte Historie der Marke ist im Mercedes-Benz-Museum zu erleben. Am 19. Mai 2006 und damit vor 20 Jahren wird es eröffnet. Mit seither mehr als 14 Millionen Besuchern ist es eines der beliebtesten Museen der Automobilwelt. Und wie die Autos der Marke ist es ein Bravourstück: Die Architektur greift das Prinzip der Doppelhelix auf, der Form des menschlichen Erbguts DNA – denn das Museum erzählt die DNA von Mercedes-Benz. Und trägt sie damit ebenfalls in die Zukunft hinein.

Weltweit gibt es heute 80 vom Unternehmen offiziell anerkannte Mercedes-Benz Markenclubs mit insgesamt 120.000 Mitgliedern. Betreut werden sie vom Mercedes-Benz-Classic-Clubmanagement. Bereits 1952 gründen Liebhaber der Marke in Großbritannien den ersten offiziellen Mercedes-Benz Club. Das ist ein Aufbruchsignal für die Community von Fans und Fahrern klassischer Mercedes-Benz-Automobile.

Für ein langes und sicheres Autoleben viele Jahre nach dem Auslaufen der Serienproduktion sorgen die Mercedes-Benz Classic Partner. Das Kompetenznetzwerk für Arbeiten auf höchstem Niveau umfasst derzeit 80 Betriebe in 13 Ländern. Die Mercedes-Benz Heritage GmbH baut es laufend aus. Internationales Engagement hat eine lange Tradition im Unternehmen: Schon zwei Jahre nach der Erfindung des Automobils übernimmt Émile Roger 1888 die Benz-Vertretung in Frankreich. Im selben Jahr wird die Daimler Motor Company in den USA gegründet – zunächst für die Lizenzproduktion von Motoren.

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