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Mercedes-Benz Pkw: Vertrieb im Glück?

| Autor: Dominik Faust

Ein neuer CEO, Spekulationen über Entlassungen, Absatzrückgang, drohendes Ungemach für die Kernmarke: Bei Daimler läuft es nicht mehr so rund. Doch noch ist der Handel mit sich selbst beschäftigt, und der Vertrieb wähnt sich im Glück.

Modernstes Mercedes-Benz-Pkw-Zentrum.
Modernstes Mercedes-Benz-Pkw-Zentrum.
(Bild: © Daimler AG)

Carsten Oder hat Glück: Der Elektroingenieur darf seit 2015 den Vertrieb von Mercedes-Benz umbauen und kann dabei aus den Vollen schöpfen. Denn von 2015 bis 2017 steuerte die Marke mit dem Stern auch in Deutschland von einem Absatzrekord zum nächsten. In diesen Jahren konnten die Vertriebspartner Rücklagen für künftige Investitionen bilden. Oders Vorgänger als Vorsitzender der Geschäftsleitung Mercedes-Benz Cars Vertrieb Deutschland (MBD) und Leiter Mercedes-Benz Vertrieb Deutschland (MBVD) war dieses Glück nicht beschieden. Die Lehman-Pleite 2008 riss den Vertrieb der Premiummarke für Jahre in die Tiefe. Erst 2016 überschritt sie hierzulande wieder die Marke von 300.000 Neuzulassungen (Pkws und Transporter, ohne Smart).

Gleich zu Beginn von Oders Amtszeit schwappte die 2013 international gestartete Vertriebs- und Marketingstrategie „Mercedes-Benz 2020 – Best Customer Experience“ nach Deutschland. Seither sind die hiesigen 107 Vertreter mit ihren 476 Standorten sowie die Niederlassungen in das Programm „Retail Excellence“ (Rex) eingebunden. Es sieht veränderte Prozesse im Verkauf und Service vor. Hinzu kommt die neue Markenarchitektur MAR 2020 mit schwarzen Elementen. Daran beteiligen sich bislang 89 Vertreter und 21 Niederlassungen.