Mercedes Senger übernimmt Dr. Vogler

Autor Stephan Richter

Die Autohandelsgruppe Senger hat 94 Prozent der Bad Homburger Dr.-Vogler-Gruppe übernommen. Damit kommen acht neue Standorte und die Marke Smart ins Angebot des Unternehmens.

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(Foto: Richter)

In den zurückliegenden sieben Monaten hat die Geschäftsführung der Senger-Gruppe aus Rheine die Übernahme der acht Standorte der Dr.-Vogler-Gruppe aus Bad Homburg zum Abschluss gebracht. Senger hält seit dem 1. Oktober 2014 mit 94 Prozent die Anteilsmehrheit. Die übrigen sechs Prozent bleiben in den Händen der bisherigen Gesellschafter, der DB AG und der privaten Eigentümerin Gabriele Krug von Nidda und von Falkenstein. Über den Kaufpreis schwiegen sich beide Seiten aus.

Andreas Senger, Geschäftsführender Gesellschafter der Senger-Gruppe, und Jens Peter Hensel, Geschäftsführer der Dr. Vogler GmbH, sind sich einig, dass sich durch die Übernahme weder für die Kunden noch für die Mitarbeiter etwas ändert. „Die Marke Dr. Vogler bleibt genauso bestehen wie die Firmierung, die Geschäftsführer und die Ansprechpartner.

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Wir arbeiten eher im Hintergrund daran, die acht Standorte in die bestehenden 30 der Senger-Gruppe zu integrieren“, erklärte Andreas Senger anlässlich einer Pressekonferenz. Synergien erhofft er sich vor allem durch das Internet: „Die Dr.-Vogler-Kunden können ab sofort auf das komplette Fahrzeugangebot von Senger zurückgreifen.“

Neuer Standort in Bad Homburg geplant

Durch die Übernahme stehen der Senger-Gruppe Investitionen in Millionenhöhe ins Haus. So sei schon lange ein Neubau am Hauptstandort in Bad Homburg geplant. In den kommenden Wochen möchten Senger und Hensel das Gespräch mit der Stadt suchen, um das Bauvorhaben zu besprechen. „Der Premiumwettbewerb hat in den vergangenen Monaten stark in der Region investiert. Wir müssen daher auch eine entsprechende Immobilie vorweisen können“, sagte Senger. Ebenso steht in den nächsten zwei Jahren die Umstellung auf die neue Mercedes-Benz-CI an.

Es bestehe Handlungsbedarf, erklärte Hensel; ein Hauptgrund für die Gesellschafter, die Dr.-Vogler-Gruppe zu verkaufen. „Dennoch übergeben wir ein stabiles Unternehmen. Zudem gehören alle Grundstücke uns und sind nicht angemietet“, betonte der Geschäftsführer.

Andreas Senger verwies darauf, dass die Übernahme auch beim Hersteller auf volle Zustimmung traf. Es habe zwar noch weitere Bewerber für die Dr.-Vogler-Gruppe gegeben, die Entscheidung sei aber schnell auf Senger zugelaufen. „Wir haben es gelernt, Autohäuser in entfernten Regionen zu übernehmen“, sagte Senger und blickte auf den Kauf der norddeutschen Kittner-Gruppe im Winter 2012 zurück.

Verkaufsziel sind über 20.000 Einheiten

2013 verkaufte die Dr.-Vogler-Gruppe Hensel zufolge 988 neue Pkw, 280 Transporter, 82 schwere Lkw sowie 1.719 gebrauchte Fahrzeuge. An den acht Standorten in Bad Homburg, Bad Vilbel, Butzbach, Büdingen, Friedberg, Königstein, Rosbach und Usingen arbeiten aktuell 405 Mitarbeiter. In Kombination mit Dr. Vogler plant die Senger-Gruppe künftig mit 21.000 Neu- und Gebrauchtwagen pro Jahr und einem Umsatz von rund 765 Millionen Euro.

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