Strategien der großen Autohändler Mit Gebrauchtwagen 2025 einen Gang höher schalten

Von Julia Mauritz , Silvia Lulei und Dr. Martin Achter 4 min Lesedauer

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Gleich mehrere große Gruppen legen aktuell einen strategischen Schwerpunkt auf ihr Gebrauchtwagengeschäft. Dabei schlagen sie ganz unterschiedliche Pfade ein – vom exklusiven Gebrauchtwagenbetrieb über eine Gebrauchtwagen-Eigenmarke bis zum Erlebnisverkauf.

Mit der Marke Gebrauchtwagen-Schnäppchen spricht Kuhn + Witte preissensible Kunden an.(Bild:  Kuhn + Witte)
Mit der Marke Gebrauchtwagen-Schnäppchen spricht Kuhn + Witte preissensible Kunden an.
(Bild: Kuhn + Witte)

Lange Zeit hatte Weller sein Gebrauchtwagengeschäft ausschließlich in seinen Bestandsfilialen betrieben – und das durchaus erfolgreich. 2024 hat die Berliner Autohandelsgruppe an ihren 36 Standorten rund 32.000 Gebrauchtwagen vermarktet. „Sowohl Jahreswagen als auch Gebrauchtwagen laufen bei uns sehr gut: Im Vergleich zum Vorjahr konnten wir den Absatz um gut 23 Prozent steigern. Wir haben aktuell eine durchschnittliche Standzeit von 44 Tagen und die Erträge sind erfreulich“, resümiert der geschäftsführende Gesellschafter Burkhard Weller.

Gleichwohl will er noch einen Gang höher schalten und schlägt folglich in diesem Jahr einen neuen Pfad ein: Er plant, das erste reine Gebrauchtwagencenter zu eröffnen. „Wir suchen aktuell ein verkehrsgünstig gelegenes, 30.000 bis 40.000 Quadratmeter großes Grundstück im Ruhrgebiet oder in unmittelbarer Nähe der beiden Autobahnen A1 und A2“, verrät der Unternehmer. Der Bau eines Glaspalasts ist nicht vorgesehen; lediglich eine Halle, um die Fahrzeuge aufzubereiten, sowie Verkäuferarbeitsplätze soll es dort künftig geben. An dem neuen Standort will Weller rund 5.000 bis 6.000 Jungwagen und circa 4.000 klassische Gebrauchtwagen zusätzlich verkaufen – und auf diesem Weg vor allem überregionale Kunden erreichen.