Modulbauweise: Maßanzug zum Festpreis

Redakteur: Norbert Rubbel

Architektur nach dem Baukastenprinzip ist mehr als nur das Zusammensetzen von vorgefertigten Bauelementen. Modulgebäude lassen sich zu individuellen Baukonzepten erweitern, je nach Wunsch der Bauherren. Das zeigen ausgewählte Beispiele.

Das Autohaus Jörg in Bad Vilbel ist ein Beispiel dafür, wie eine Architektur nach den Wünschen der Bauherren gestaltet werden kann. Die Basis für die Planung bildete das Typologienkonzept des Generalunternehmens Borgers.
Das Autohaus Jörg in Bad Vilbel ist ein Beispiel dafür, wie eine Architektur nach den Wünschen der Bauherren gestaltet werden kann. Die Basis für die Planung bildete das Typologienkonzept des Generalunternehmens Borgers.
(Bild: Borgers)

Container- und Ersatzteillieferanten haben ihr Leistungsspektrum in den letzten Jahren stark ausgebaut. Sie liefern längst nicht mehr nur Großraumbehälter für die Reifeneinlagerung beziehungsweise Autoteile und Werkstattausrüstung. Unternehmen wie die Hacobau Hallen und Container GmbH in Hameln und der Hamburger Teilegroßhändler Matthies bauen für ihre Kunden auch komplette Autohäuser und Werkstätten, die sich jederzeit modular erweitern lassen.

Für das Erfurter Ford-Autohaus Flügel plante und lieferte Hacobau einen Verkaufspavillon mit vollverglaster Vorderfront, drei Arbeitsplätzen sowie Strom- und Kommunikationsanschlüssen für einen Nettopreis von 55.000 Euro. Die Produktionszeit für die Module betrug knapp sieben Wochen und die reine Bauzeit vor Ort drei Tage. Auch Rüdiger Matz, Inhaber eines Renault- und Dacia-Autohauses im niedersächsischen Oberkirchen, entschied sich für das modulare Baukonzept des Hamelner Unternehmens. Das 120.000 Euro teure neue Dacia-Gebäude mit Werkstatt und Showroom konnte der Bauherr nach einer Bauzeit von nur zweieinhalb Monaten beziehen.