Internationale Autohersteller Neue VDIK-Präsidentin fordert Verzicht auf CO2-Strafen

Von Doris S. Pfaff 2 min Lesedauer

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Der VDIK hat mit Imelda Labbé zum ersten Mal eine Frau an seiner Spitze. In seiner außerordentlichen Mitgliederversammlung gab der Verband seine Prognose für 2025 bekannt: Ohne E-Förderung wird es nicht gehen.

Die drohenden EU-Strafen für die Autohersteller sieht die neue VDIK-Präsidentin Imelda Labbé kritisch. (Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Die drohenden EU-Strafen für die Autohersteller sieht die neue VDIK-Präsidentin Imelda Labbé kritisch.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Imelda Labbé ist neue VDIK-Präsidentin und die erste Frau in dieser Position. Am Mittwoch votierten die Mitglieder der außerordentlichen Versammlung des Verbands der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) einstimmig für die 57-Jährige.

Labbé tritt die Nachfolge von André Schmidt an, der den Verband seit Ende August in einer Übergangszeit geleitet hat. Zuvor war Labbé in verschiedenen Führungspositionen bei Opel, General Motors und Skoda tätig. Neu in den VDIK-Vorstand gewählt wurde auch Florian Kraft, Vorstandsvorsitzender von Renault Deutschland.

Ausblick auf den Pkw-Markt 2025

Bei der Mitgliederversammlung gab der Verband auch seine Prognose für 2025 bekannt. Der VDIK rechnet für das kommende Jahr mit rund 2,85 Millionen Pkw-Neuzulassungen. Diese Vorhersage basiert vor allem auf einem erhofften Anstieg der Zulassungen von batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV), vorausgesetzt, die neue Bundesregierung verbessert die Rahmenbedingungen für Elektromobilität, betonte Labbé. Ohne zusätzliche Anreize drohe ein Rückgang des Gesamtmarktes auf etwa 2,7 Millionen Pkw, warnte die neue Präsidentin.

Im Vergleich zum Gesamtmarkt haben sich aus historischer Perspektive die Internationalen Hersteller besser entwickelt: Ihr Marktanteil stieg von 35,9 Prozent im Jahr 2014 auf 42,6 Prozent. Der VDIK geht davon aus, dass bis Ende 2024 rund 2,82 Millionen Pkw zugelassen werden.

Ab 2025 mehr Stromer für Kunden verfügbar

Dies wären etwa 25.000 Fahrzeuge weniger als im Vorjahr. Ein besorgniserregender Trend, so Labbé, sei der Rückgang bei den batterieelektrischen Fahrzeugen, der auf den plötzlichen Wegfall des Umweltbonus im Dezember 2023 zurückzuführen sei.

Labbé betonte, dass es wichtig sei, die CO2-Ziele auch unter den schwierigen Marktbedingungen zu erreichen. Der Verband nennt eine Prognose von 580.000 BEV-Zulassungen für 2025, was einen Anstieg von 200.000 im Vergleich zum aktuellen Jahr darstellt. Auch die Zahl der Plug-in-Hybride wird auf 200.000 geschätzt, was jedoch weit von dem Peak von 360.000 Fahrzeugen im Jahr 2022 entfernt ist.

EU soll keine CO2-Strafen erheben

Die Automobilwirtschaft steht vor erheblichen Herausforderungen. Labbé fordert die EU-Kommission auf, sicherzustellen, dass Unternehmen nicht für die Nichterreichung der CO2-Ziele bestraft werden. Solche Strafzahlungen könnten die Investitionen in die Transformation der Branche weiter einschränken.

Zur Zukunft der E-Mobilität: Das Vertrauen der Verbraucher in die neuen Antriebstechniken, die wirtschaftliche Erwägungen und die Verfügbarkeit von Ladeinfrastruktur seien laut Labbé entscheidend dafür, ob der prognostizierte Umstieg auf klimaneutrale Antriebe gelingen werde.

Bereits mehr als 130 neue BEV-Modelle seien im Portfolio der internationalen Kraftfahrzeughersteller, weitere Modellen im Einstiegssegment ab 25.000 Euro sollen 2025 auf den Markt kommen.

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