Neuer Deutschland-Vertriebschef bei Audi
Schon seit Monaten spekuliert die Branche über den nächsten Karriereschritt von Wayne Griffiths. Jetzt ist es offiziell – und der Nachfolger kommt aus Übersee.
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Die Audi-Vertriebsorganisation in Deutschland bekommt einen neuen Chef. Neuer Vertriebsleiter der Audi AG hierzulande wird zum 1. September Martin Sander, wie ein Sprecher des Herstellers am Dienstag auf Anfrage von »kfz-betrieb« mitteilte. Sander (49) leitet seit 2013 für die Marke mit den 4 Ringen den Vertrieb in Nord- und Südamerika. Der studierte Maschinenbauer arbeitet seit 1995 für Audi. Unter anderem verantwortete er den Nordeuropa-Vertrieb, später war er CEO von Audi Canada und leitete danach das Geschäft des Ingolstädter Fabrikats in Großbritannien, bevor er erneut nach Amerika ging.
Der bisherige Leiter Vertrieb Deutschland, Wayne Griffiths, wechselt zur Konzernschwester Seat. In Spanien wird Griffiths die Funktion des Vorstandes für Vertrieb und Marketing besetzen. Auf dieser Position löst er Andreas Offermann ab, der seit 2013 diese Funktion ausübte. Zur Zukunft von Offermann könne man noch keine Angaben machen, hieß es auf Nachfrage bei Seat Deutschland.
Über den Weggang von Wayne Griffiths bei Audi wurde in der Branche bereits seit Monaten spekuliert. Griffiths sorgte nicht zuletzt mit seinen Konsolidierungsplänen für Wirbel im Audi-Händlernetz, das nach der Umstellung auf eine einstufige Struktur weiter eingedampft werden soll.
Die durchschnittliche Händlerrendite der Audi-Partner lag im vergangenen Jahr bei zwei Prozent.
Auf dem deutschen Pkw-Markt konnte Audi im ersten Halbjahr 2016 über 18.000 Einheiten mehr absetzen als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. So steigerte das Fabrikat seinen Marktanteil in den vergangenen zwölf Monaten um einen halben Prozentpunkt auf nunmehr 9,2 Prozent.
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