Markenbotschafter Neymar wirbt für E-Autobauer E-Go

Von Andreas Grimm

Mit einem Fußballstar als Markenbotschafter geht der Elektroautobauer in die Vertriebsoffensive. Die Aachener haben ein SUV-Modell vorgestellt, die Reservierungsphase läuft. Mit einer schnellen Auslieferung ist allerdings nicht zu rechnen.

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Der brasilianische Fußballer Neymar ist Markenbotschafter von E-Go Mobile. Anlässlich der Präsentation des Derivats E-Wave X signierte er die auf 31 Stück limitierte Edition „E Wave NJR“ – für Neymar Junior.
Der brasilianische Fußballer Neymar ist Markenbotschafter von E-Go Mobile. Anlässlich der Präsentation des Derivats E-Wave X signierte er die auf 31 Stück limitierte Edition „E Wave NJR“ – für Neymar Junior.
(Bild: E-Go Mobile)

Next E-Go Mobile geht mit einem berühmten Gesicht in die nächste Vertriebsrunde. Im „Kraftwerk Berlin“ hat der Hersteller elektrischer Kleinwagen für den Stadtverkehr das Modell-Derivat E-Wave X zusammen mit dem Fußballer Neymar vorgestellt. Die Präsentation wurde über den Youtube-Kanal von E-Go live übertragen. Noch bis zum 15. Mai ist eine Reservierung des Wave kostenfrei möglich, der 25.000 Euro kosten soll (vor Abzug der staatlichen Förderung).

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Das Modell ist eine Ableitung des bisher einzigen Fahrzeugs von E-Go, des Life, wurde aber konsequent auf eine SUV-Optik getrimmt. Ausgestellte Radhäuser, eine rustikale Beplankung, spezielle 18-Zoll-Räder, eine Dachreling und Zusatzscheinwerfer machen aus dem knuddeligen Kleinwagen ein bulliges Fahrzeug – auch wenn sich am Platzangebot nicht wirklich etwas ändert. Die Idee dazu ist übrigens schon alt: Bereits Anfang 2020 hatte E-Go die Studie „Cross“ vorgestellt, die auf dem dann abgesagten Genfer Salon gezeigt werden sollte.

Genauere Spezifikationen will E-Go erst zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlichen. Bekannt ist aber, dass der E-Wave X mit einer Antriebsleistung von 80 kW/109 PS das bislang stärkste Modell der Life-Familie sein wird. Dazu gibt es eine stärkere Batterie mit einer auf 30,4 kWh erhöhten Kapazität, die eine Reichweite von 240 Kilometern ermöglichen soll (statt bislang 170 Kilometer). Die höhere Leistung ergibt sich nach Firmenangaben durch ein verbessertes Packaging der Zellen, wobei die Gesamtdimensionen fast gleich geblieben sind.

Laut der E-Go-Pressestelle seien viele Teile und Komponenten des Grundmodells für den Wave überarbeitet und Erfahrungswerte der bisherigen Flotte berücksichtigt worden, insbesondere der Antriebsstrang, Achsen, Motor, Außenhaut und das Interior. Im Innenraum empfängt die Insassen ein Touchscreen, der zusammen mit dem digitalem Kombiinstrument in einen 23-Zoll-Widescreen integriert ist.

Hinter dem Aachener Hersteller, der sich als „unabhängiger deutscher Elektroautobauer“ bezeichnet, steht seit seiner Insolvenz im Jahr 2020 der Verwaltungsratsvorsitzende Ali Vezvaei. Er hat E-Go nicht nur weitere Investoren beschafft, etwa den früheren US-Finanzminister John Snow, sondern nun auch mit Neymar einen potenten Werbeträger.

Neymar seien Nachhaltigkeit und Elektromobilität ein Anliegen, erklärte Sportmoderator Johannes B. Kerner, der durch die Präsentation führte, das Engagement des brasilianischen Fußball-Stars. Zudem stehe Neymar hinter der Idee von E-Go, dezentrale Produktionsstätten zu etablieren, um dort für Arbeitsplätze zu sorgen, wo die Autos auch verkauft werden. Das passt zu dem Ansatz von E-Go, „ein nachhaltiges Auto für die Städte der Welt zu schaffen“, sagte Vezvaei.

Ein Trumpf gegen lange Lieferzeiten von Neuwagen ist auch der Wave nicht. Zwar kann das Auto schon reserviert werden. Doch der Start für die verbindlichen Bestellungen soll erst im Spätsommer erfolgen.

Im Aachener Werk wird zunächst der E-Go Life produziert, der für dieses Jahr bereits ausverkauft ist. Danach werden die Wave-Modelle gefertigt. Allerdings will E-Go die Produktionskapazitäten perspektivisch ausbauen. Das ist auch nötig, denn der Wave soll langfristig angeboten werden.

Reservierbar ist das Modell über die Website von E-Go sowie über die App E-Go Connect und derzeit noch über die Vertriebspartner. Ab Herbst sollen nur noch Direktbestellungen möglich sein, „da die Kunden, die ihr Fahrzeug vorbestellt haben, Vorrang haben“, hieß es auf Anfrage.

Bis zum 16. Mai, 9 Uhr, ist die Reservierung kostenlos. Danach wird eine erstattungsfähige Reservierungsgebühr von 50 Euro fällig, die ab dem 23. Mai auf 100 Euro steigt. Bei einer Bestellung wird die Gebühr angerechnet. Sobald der Wave verbindlich bestellt werden kann, wird E-Go die Reservierer informieren, dass sie nun bevorzugt eine verbindliche Bestellung aufgeben zu können.

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