Elektromobilität Nur der Kontakt schafft die Offenheit für Elektroautos 

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Viele Führerscheinbesitzer haben laut einer Umfrage ein schlechtes Bild vom öffentlichen Ladenetz für E-Autos. Doch wer E-Autos selbst führt, ist weniger skeptisch. 

Menschen, die schon einmal elektromobil waren, stehen E-Autos und den damit verbundenen Fragen wesentlich offener gegenüber als Menschen, die nur Verbrenner kennen.(Bild:  DEVK/Jürgen Naber)
Menschen, die schon einmal elektromobil waren, stehen E-Autos und den damit verbundenen Fragen wesentlich offener gegenüber als Menschen, die nur Verbrenner kennen.
(Bild: DEVK/Jürgen Naber)

Wer Erfahrung mit der Elektromobilität hat, kann sich für diese Antriebsform mehr erwärmen als Fahrer ohne Elektro-Kontakt. Diese Erkenntnis wird einmal mehr untermauert von einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der Versicherung DEVK. Insbesondere stand die Ladeinfrastruktur im Zentrum der Befragung. Und die ist je nach Präferenz der 2.500 Befragten entweder eher gut oder eher schlecht.

Über alle Befragten hinweg schätzen nur 14 Prozent der Befragten die Lade-Infrastruktur als sehr gut oder eher gut ein. Die große Mehrheit von über 55 Prozent bewertet sie eher schlecht oder sogar sehr schlecht. Deutlich positiver gestimmt sind diejenigen, die bereits Erfahrungen mit E-Autos gesammelt haben. 39 Prozent der von E-Autos überzeugten Befragten beurteilen das öffentliche Ladenetz als gut, nur ein Viertel als unzureichend. Die Elektromobilität wird in ihrer Gesamtheit besser beurteilt, wenn Menschen mit ihr Erfahrung sammeln.

Gebrauchtwagenkäufer sind noch zurückhaltend

Beim Thema Gebrauchtkauf zeigt sich ein differenziertes Bild. Lediglich 32 Prozent der Befragten können sich grundsätzlich vorstellen, ein gebrauchtes Elektroauto zu erwerben. Junge Fahrer zeigen sich jedoch aufgeschlossener: In der Altersgruppe der Unter-30-Jährigen liegt der Anteil potenzieller Interessenten bei 46 Prozent, in der Gruppe der Unter-40-Jährigen bei 43 Prozent. 

Das DAT-Barometer kommt in dieser Frage allerdings zu deutlich zurückhaltenderen Ergebnissen. In der Juni-Ausgabe sprachen sich nur 12 Prozent der Befragten für ein BEV als wahrscheinlichste Antriebsart bei einem Gebrauchtwagenkauf aus. 20 Prozent tendierten zu einem Plug-in-Hybrid.

Laut Umfrage ist für den Gebrauchtkauf letztlich der Zustand der Batterie entscheidend – und damit die zu erwartende Reichweite. Mehr als drei Viertel der Befragten, die sich den Erwerb eines gebrauchten Elektroautos vorstellen können, legen darauf besonderen Wert. Für jeweils etwa 40 Prozent ist es außerdem wichtig, zu Hause eine Ladestation zu haben, Schnell-Ladesäulen nutzen zu können und den Strom günstiger zu bekommen als den Sprit.

Allerdings ist die Verfügbarkeit von gebrauchten Elektroautos weiterhin eingeschränkt. Sie stellen nur einen Bruchteil des gesamten Fahrzeugbestands. Zum 1. Januar betrug der Anteil 3,35 Prozent. Der Anteil von BEV-Modellen am Neuwagenmarkt liegt derzeit bei rund 18 Prozent.

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