Originalteile: Alte Liebe macht Umsatz

Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Jan Rosenow

Saab, Rover, Daihatsu und andere untergegangene Fabrikate sind immer noch in nennenswerter Stückzahl auf den Straßen unterwegs. Rührige Autohändler kümmern sich um die Besitzer – doch woher bekommen sie ihre Ersatzteile?

Saab-Modelle sind beliebt und langlebig. Sie werden noch lange im Straßenbild und in den Werkstätten zu sehen sein.
Saab-Modelle sind beliebt und langlebig. Sie werden noch lange im Straßenbild und in den Werkstätten zu sehen sein.
(Bild: Orio)

Eines der größten Ärgernisse für US-Präsident Donald Trump ist bekanntlich das Handelsungleichgewicht zwischen den USA und der Europäischen Union, das sich für ihn besonders in der massiven Präsenz deutscher Automobilmarken in seinem Land manifestiert, während angeblich in Europa niemand einen Chevrolet kauft. Wie denn auch – schließlich hat sich der GM-Konzern praktisch komplett vom europäischen Markt zurückgezogen. Noch zwischen 2005 und 2015 versuchte General Motors recht intensiv, seine Volumenmarke mit in Südkorea produzierten, günstigen Klein- und Kompaktwagen auf dem europäischen Markt zu etablieren und den Exotenstatus, den das Fabrikat bislang hatte, zu überwinden. Allerdings schafften es die Ex-Daewoos nicht, sich gegen die anderen koreanischen Fabrikate Hyundai und Kia durchzusetzen, und nahmen überdies noch der Schwestermarke Opel Kunden weg. Entnervt zog GM den Stecker – und verkaufte wenig später auch noch Opel.