Abgasuntersuchung Partikelzählung – erstes Zwischenergebnis

Von Steffen Dominsky 1 min Lesedauer

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Seit 1. Juli werden Euro-6/VI-Diesel im Rahmen der AU mittels Partikelzählung geprüft. Nun, nach einem guten halben Jahr, zieht der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe zusammen mit den Überwachungsorganisationen eine erste Bilanz in Sachen Durchfallquote.

Seit 1.7.2023 werden in Deutschland Euro-6/VI-Diesel mittels Partikelzählung geprüft. (Bild:  picture alliance/dpa)
Seit 1.7.2023 werden in Deutschland Euro-6/VI-Diesel mittels Partikelzählung geprüft.
(Bild: picture alliance/dpa)

Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) hat zusammen mit dem TÜV-Verband, der Dekra und der KÜS eine erste Bilanz in Sachen Partikelzählung (Pn-Verfahren) gezogen und die Ergebnisse im Rahmen eines Papiers mit dem Titel „Feinstaub-Messung bei der Abgasuntersuchung; Erfolgreicher Start – hoher Nutzen für Umwelt und Nachhaltigkeit“ veröffentlicht.

Aus diesem geht hervor, dass das Kfz-Gewerbe zusammen mit den Überwachungsorganisationen im Zeitraum 1. Juli bis 30. Oktober 2023 an 950.809 Fahrzeugen der Schadstoffklasse Euro 6/VI eine Pn-Messung durchgeführt hat. 32.285 Kfz haben diese im ersten Anlauf nicht bestanden, was einer Durchfallquote von 3,43 Prozent entspricht. Zum Vergleich: Wie im Titelthema der Ausgabe 3-4/2023 beschrieben, betrug die Durchfallquote in unseren Nachbarländern Belgien (Pn-Messung seit 1.7.2022, nur Pkw) 7,18 Prozent und Holland (Pn-Messung seit 1.1.2023, Pkw und Nfz) 6,1 Prozent.

Nicht verwunderlich ist laut ZDK und den Überwachern, dass die Durchfallquote mit steigender Laufleistung der Fahrzeuge zunimmt. Beträgt diese im Fenster von 50.000 bis 160.000 Kilometer 3,3 Prozent, steigt sie bei Fahrzeugen mit über 160.000 Kilometern auf dem Tacho auf 4,7 Prozent. Ebenfalls nicht überraschend ist das Ergebnis in Sachen MIL, also der Motor-/Abgasfehlerleuchte bzw. der OBD-Prüfung: Bei gerade einmal 0,72 Prozent der AU-Probanden war besagte Leuchte aktiviert bzw. ein Fehler in Steuergeräten hinterlegt. Diese Tatsache, so der Kfz-Verband, bestätige die Notwendigkeit einer realen Emissionsmessung am Auspuffendrohr.

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