Porsche stoppt Produktion des 918 Spyder

Von Andreas Grimm

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Die Zeit des Hybrid-Sportwagens in der Porsche-Manufaktur ist abgelaufen. Am Montag verließ das letzte Modell die Montagehallen. Zu kaufen war der 918 Spyder aber schon längst nicht mehr.

Letzter Feinschliff am Porsche 918 Spyder: Das letzte der insgesamt 918 Fahrzeuge verlässt die Manufaktur in Zuffenhausen.(Foto:  Porsche)
Letzter Feinschliff am Porsche 918 Spyder: Das letzte der insgesamt 918 Fahrzeuge verlässt die Manufaktur in Zuffenhausen.
(Foto: Porsche)

Porsche hat das offizielle Produktionsende des Technologieträgers 918 Spyder verkündet. Was spektakulär klingt, ist eigentlich ein Ende mit Ansage. Denn von Beginn an sollte der Hybrid-Sportwagen nur in limitierter Auflage gebaut werden, nämlich exakt 918 Mal.

Interessenten des 652 kW/887 PS starken Supersportwagens hatten zudem schon längst keine Chance mehr, zum Zug zu kommen. Die Produktion des 770.000 Euro teuren Autos war bereits seit September 2014 ausverkauft. Am Montag ist nun nach 21 Monaten Produktionszeit der letzte Porsche 918 Spyder aus der Manufaktur in Stuttgart-Zuffenhausen gerollt – gemäß dem Zeit- und Produktionsplan der Porsche-Verantwortlichen.

Für Porsche war der 918 Spyder nicht zuletzt ein Konzeptfahrzeug im Dauereinsatz. Er wurde als Hybrid-Fahrzeug mit Plug-in-Technologie entwickelt, der als Technologieträger einen Meilenstein in der Entwicklung der Porsche-Fahrzeuge darstellen soll. „Vom Vermächtnis und den Innovationen des 918 Spyder werden künftige Sprtwagen-Generationen direkt profitieren“, heißt es dazu von Porsche.

Als herausragende Kenndaten nennt Porsche einerseits einen Verbrauch von drei Litern auf 100 Kilometern gemäß dem Normzyklus NEFZ. Gleichzeitig hält der Supersportwagen seit September 2013 mit 6:57 Minuten den Rundenrekord auf der Nürburgring-Nordschleife für straßenzugelassene Fahrzeuge mit Serienbereifung.

Technologischer Kern des 918 Spyder ist das Antriebskonzept aus einem Hochleistungs-Verbrennungsmotor in Kombination mit zwei Elektromaschinen. Um die Pole Leistung und Verbrauch optimal zu vereinen, fährt der Porsche in fünf Betriebsmodi, die die drei Motoren gemäß den aktuellen Verkehrs- und Fahreranforderungen aufeinander abstimmen.

Erstmals präsentiert worden war der 918 Spyder auf dem Genfer Salon 2010. Die Markteinführung erfolgte Ende 2013. Porsche sieht den Spyder in der Tradition früherer Sportwagen, die neuen Techniken und Verfahren den Weg in die Automobilproduktion ebneten:

  • 1963 erhielt der 904 Carrera GTS eine Stahl-Kunststoff-Karosserie als Meilenstein für die Verbindung von Stabilität und Leichtbau,
  • 1986 hielt im 959 der geregelte Allradantrieb Einzug in der Sportwagenwelt,
  • 1996 startete im 911 GT1 die Kohlefaser-Technologie in Serienfahrzeugen.

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