Prognose 2040: Dieselantrieb bleibt relevant

Von Jakob Schreiner Autor Name

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Sinkende Neuzulassungen, drohende Fahrverbote, schlechtes Image: Geht man nach den aktuellen KBA-Zahlen und der öffentlichen Meinung, ist der Diesel abgeschrieben. Auf lange Sicht behält die Technik laut einer Studie aber ihre Bedeutung.

(Bild:   / CC0)
(Bild: / CC0)

Erst im vergangenen Monat registrierte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) bei den Diesel-Neuzulassungen der Pkw den stärksten Rückgang seit Beginn der Dieselkrise. Langfristig soll sich der Markt aber wieder stabilisieren: Im Jahr 2040 sollen weiterhin rund 12 Millionen Selbstzünder auf Deutschlands Straßen unterwegs sein und über ein Viertel des dann existenten Fahrzeugbestands ausmachen. Derzeit liegt der Anteil bei einem Drittel. Dieses Szenario entwirft die kürzlich vorgestellte „Energieprognose Deutschland 2018 – 2040“ des Mineralölkonzerns Exxon Mobil.

Dass die Talfahrt des Diesels nicht ewig währt, soll vor allem daran liegen, dass Dieselfahrzeuge auf Langstrecken wegen ihres geringeren spezifischen Verbrauchs klimafreundlicher als Benziner sind. Deren Bestand soll 2040 noch knapp 40 Prozent (18 Millionen) ausmachen. Somit werden im Jahr 2040 noch immer rund 63 Prozent aller Pkw von konventionellen Verbrennungsmotoren angetrieben.

Die Zahl der Dieselfahrzeuge wird laut der Studie von derzeit rund 15 Millionen auf 12 Millionen Einheiten sinken. Das klingt viel, jedoch erwarten die Experten gleichzeitig, dass der gesamte Pkw-Bestand schrumpft. 2030 soll er sein höchstes Niveau mit rund 47 Millionen Fahrzeugen erreicht haben, danach werde er infolge der sinkenden Bevölkerungszahl auf rund 46 Millionen und damit auf das aktuelle Niveau zurückgehen.

Dabei werden sich die Neuzulassungen zugunsten alternativer Antriebskonzepte verschieben. Bis 2040 sollen rund 16 Millionen Gas-, Voll-Hybrid-, Plug-in-Hybrid- und Elektrofahrzeuge unterwegs sein. Dabei prognostizieren die Studienmacher einen klaren Siegeszug der E-Autos und Plug-in-Hybride – 2030 sollen es bereits rund 6,5 Millionen und zehn Jahre später über 14,5 Millionen Einheiten sein. Insbesondere Elektrofahrzeuge sollen im städtischen Bereich und auf Kurzstrecken den Benziner mehr und mehr ersetzen. Voraussetzung hierfür sei der Aufbau einer adäquaten Ladeinfrastruktur.

Das kürzlich erneut bestätigte Ziel der Bundesregierung, dass bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge unterwegs sein sollen, ist laut der Studie erst zu einem späteren Zeitpunkt erreichbar. Auch das im Februar ausgelobte Ziel von Volkswagen, den Bestand von Erdgasfahrzeugen bis 2025 auf eine Million Fahrzeuge zu steigern, soll in diesem Zeitrahmen nicht erreicht werden können. Bis 2040 könne es maximal 665.000 CNG-Fahrzeuge geben.

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