Rad- und Reifentrends auf der Automechanika

Autor / Redakteur: Ottmar Holz / Jens Rehberg

Premiere in Halle 3: In der Automechanika Lounge „Alles rund ums Rad“ präsentieren elf Spezialfirmen alles von der Prototypenfelge über Reifendruckkontrollsysteme bis hin zu Radschrauben und Großserienrädern.

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"Alles rund ums Rad" in Halle 3.
"Alles rund ums Rad" in Halle 3.
(Bild: Holz / kfz-betrieb)

Premiere in Halle 3: In der Automechanika Lounge „Alles rund ums Rad“ präsentieren elf Spezialfirmen alles von der Prototypenfelge über Reifendruckkontrollsysteme bis hin zu Radschrauben und Großserienrädern. Spezielles Highlight ist ein 3D-Drucker, mit dem die Firma SCC Fahrzeugtechnik Prototypen für Showfahrzeuge und Entwicklungsmuster erstellt. „Die ersten vier Felgen eines Autos kommen von uns“, erklärt Georg Gundel, Geschäftsführer von SCC Fahrzeugtechnik, stolz. „Hier am Stand findet der Kunde ohne große Laufwege alles, was er für sein Rad benötigt.“

Auch die Felgenfirmen profitieren von der Lounge, denn sie stellt eine günstige Möglichkeit dar, wieder in die Automechanika einzusteigen – auch im Hinblick auf die anstehende Erweiterung mit der Messe „Reifen“.

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Brandneu ist zudem das V-1.200-Achsmesssystem von John Bean (Snap-on). Entgegen dem bisherigen Trend wandert die Elektronik wieder an die Radklammer. An der Hinterachse nehmen zwei „Pod“ genannte Systemträger die Kameras und die Rechenelektronik auf, vorne am Rad befinden sich links und rechts noch zwei herkömmliche Targets. Einen störenden Kamerabalken vor der Bühne gibt es nicht, nur an der Bühne selbst gibt es noch zwei Target-/Kameraeinheiten. Das System kalibriert sich ständig selbst – eine Grundkalibrierung auf die Bühne ist nicht mehr nötig. Eine komplette Vermessung ist nach Aussagen von Produktmanager Bernhard Hoffmann von Snap-on in circa drei Minuten erledigt.

Ganz unter dem Motto 'Zeitgewinn' steht auch die Diagnosewuchtmaschine „Road Force Elite“ von Hunter. Nachdem der Anwender das jetzt bis zu 80 Kilogramm schwere Rad mit dem verbesserten Radlift auf die Maschine gehoben hat, muss er nach dem Spannen nichts mehr machen außer die Schutzhaube zu schließen.

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Alle Parameter wie Raddurchmesser, Felgenform oder Wuchtgewichtplazierung ermittelt die Maschine selbstständig per Laser. Nach dem Wuchtlauf ermittelt die bereits bekannte Tastrollentechnik einen eventuellen Höhenschlag oder Seitenzug. Mirsad Lucevic von Hunter verrät noch, dass die Maschine dann auch gleich einen Optimierungsvorschlag im Display anzeigt. Ein kompletter Auswuchtvorgang dauert nur etwas über eine Minute – dann steht das Rad fertig gewuchtet wieder auf dem Boden.

Dem Bediener macht auch die Falco Evo 630 von Sicam das Leben leicht. Der Abdrückvorgang gelingt dank Schaufelsteuerung per Ergo Control ergonomisch leicht. Der integrierte Radlift hebt das Rad auf die Höhe der schlanken Montagesäule. Der hebellose Montagekopf besitzt einen Montagefinger, der es ermöglicht, auch Runflat- und UHP-Reifen ohne Wulstbeschädigung zu montieren.

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Automechanika Lounge „Alles rund ums Rad“: Halle 3.1, J60
Snap-on Equipment: Halle 8.0, A96
Hunter: Halle 8.0, C50
Sicam: Halle 9.0, C38

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