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Räderwechsel: Vorsorgeuntersuchung für das Fahrwerk

| Autor: Jan Rosenow

Der halbjährliche Räderwechsel bietet die Gelegenheit für einen Blick auf die Fahrwerkskomponenten. Hier lassen sich zusätzliche Umsätze generieren.

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Nach den winterlichen Streusalz- und Splitattacken ist ein Fahrwerkscheck Pflicht.
Nach den winterlichen Streusalz- und Splitattacken ist ein Fahrwerkscheck Pflicht.
(Bild: Ralf Barthelmes)

In den kommenden Wochen haben Deutschlands Kfz-Profis wieder Millionen von Rädern in Augenhöhe vor sich. Der Wechsel von Winter- auf Sommerräder gibt den Betrieben die Chance, auch das Fahrwerk zu checken. Denn dort kann nach dem winterlichen Salz- und Splitattacken einiges im Argen liegen: Korrosion und Steinschlag setzen Federn, Dämpfern und anderen Komponenten schwer zu. Die Serviceverantwortlichen in den Kfz-Betrieben sollten deshalb die Termine so planen, dass die Mechaniker genügend Zeit für einen gründlichen Check der Fahrwerkskomponenten haben.

Beispiel Stoßdämpfer: Wie fast alle Metallteile können sie rosten, dabei undicht werden und somit an Stabilität verlieren. Daneben leiden aber auch Staubschutzrohre, Anschlagpuffer, Gummimanschetten und Kunststoffelemente. Sie können, begünstigt durch frostige Temperaturen, spröde, porös oder rissig werden, warnt der Dämpferhersteller Bilstein. Auch die Tragfedern können brechen, wodurch im Extremfall ein Unfall passiert.

Bei der Aufgabe, den Kunden die Auswirkungen beschädigter Dämpfer zu verdeutlichen, können die Serviceberater auf die Hilfe einer App zurückgreifen, die der japanische Hersteller KYB entwickelt hat. Damit lässt sich dem Fahrzeughalter eine Textnachricht mit Links zu Videoclips schicken, die die Gefahren und Risiken von verschlissenen Stoßdämpfern, Federn, Federbeinstützlagern und Staubschutzsätzen verdeutlichen. Zum anderen hilft die App, dem Kunden die am Fahrzeug vorgenommenen Arbeiten durch Fotos zu demonstrieren.

Neue Ersatzteilkits von ZF Aftermarket

Für die Reparatur braucht die Werkstatt natürlich die passenden Ersatzteile. Geht es um Komponenten wie Querlenker oder Zugstreben, ist die ZF-Marke Lemförder einer der größten Lieferanten auf dem Markt. Die Service-Packs von Lemförder bieten Werkstätten eine unkomplizierte Lenkungs- und Fahrwerksreparatur. Diese fahrzeugspezifischen Befestigungssätze können zusätzlich zur jeweiligen Hauptkomponente bestellt werden und beinhalten alle Kleinteile, die bei der Reparatur gelöst oder entfernt werden müssen, um das defekte Bauteil zu ersetzen. Die Fahrzeughersteller empfehlen beispielsweise, grundsätzlich alle beim Einbau von Ersatzteilen gelösten Schrauben und Muttern durch neue zu ersetzen.

Den Befestigungssatz zu bestellen, geht natürlich deutlich einfacher, als die entsprechenden Komponenten einzeln zu identifizieren und zu ordern. Aktuell bietet ZF Aftermarket 120 Service-Packs mit Ersatzteilen in Originalqualität für 830 Fahrzeugmodelle an. Weitere 14 Service-Packs werden bis Mitte des Jahres im Handel erhältlich sein. Zudem hat das Unternehmen sein Ersatzteilprogramm in den letzten zwölf Monaten um weitere 168 Lemförder-Originalteile ausgebaut, zum Beispiel die Pendelstütze für BMW M5, Querlenker für Audi Q5 und Q7 sowie Range Rover oder Axialgelenke für Peugeot C4 Picasso.

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Über den Autor

 Jan Rosenow

Jan Rosenow

Ressortleiter Service & Technik, Vogel Communications Group