RDKS bei Nutzfahrzeugen: Das Versäumnis

Reifendruckkontrollsysteme sind bei Nutzfahrzeugen genauso sinnvoll wie bei Pkw. Trotzdem ist ihr Einsatz keine gesetzliche Pflicht. Wie viele Unfälle müssen noch passieren, bevor die EU hier tätig wird?

| Redakteur: Jan Rosenow

Lkw-Unfall durch Reifenplatzer: Solche Ereignisse kommen fast jeden Tag irgendwo auf dem deutschen Autobahnnetz vor. RDKS könnten viele von ihnen vermeiden.
Lkw-Unfall durch Reifenplatzer: Solche Ereignisse kommen fast jeden Tag irgendwo auf dem deutschen Autobahnnetz vor. RDKS könnten viele von ihnen vermeiden. (Foto: Feuerwehr Werne)

Auf deutschen Autobahnen fliegen die Fetzen. Wohl jeder Reisende hat schon einmal die Überreste von Lkw-Reifen am Fahrbahnrand liegen sehen – bestenfalls. Denn wenn ein Reifen schlagartig versagt und die kiloschweren Bruchstücke der Lauffläche durch die Luft wirbeln, können schwere Unfälle passieren – und zwar nicht nur beim Verursacher, sondern auch im nachfolgenden Verkehr.

Schon eine kurze Internetrecherche fördert eine Vielzahl solcher Fälle zutage. „Lkw durchbricht Mittelleitplanke und kommt auf der Gegenfahrbahn zu liegen“ heißt es da. „Entgegenkommende Fahrzeuge können nicht mehr bremsen“, „Vier zum Teil schwer verletzte Insassen wurden ins Krankenhaus gebracht“, „Die Autobahn musste stundenlang gesperrt werden“. Solche oder ähnliche Polizeimeldungen finden sich fast jeden Tag irgendwo in Deutschland. Umso merkwürdiger ist es, dass es keine landesweite Statistik über Lkw-Unfälle durch Reifenplatzer gibt. Diese Schäden subsummiert das Statistische Bundesamt unter „fahrzeugbezogene Ursachen“, die „nur“ für rund sieben Prozent der Unfälle verantwortlich sind. Diese Zahl gilt für alle Fahrzeugarten, nicht nur für Trucks.

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