Pirelli Reifenkonzern sieht 2021 optimistischer als bisher

Autor / Redakteur: dpa / Lena Sattler

Nach dem hohen Gewinn im ersten Halbjahr blickt der Reifenhersteller zuversichtlich aufs Jahresendgeschäft. Eine Marge von 15 Prozent oder mehr könnte drin sein. Dabei spielen zwei Marktfaktoren eine Rolle.

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(Bild: Pirelli)

Pirelli hat nach einem starken ersten Halbjahr die Prognosen erhöht. Beim Umsatz rechnet der italienische Reifenhersteller im laufenden Jahr jetzt mit einem Wert zwischen 5 und 5,1 Milliarden Euro. Damit ist die neue Spanne 300 Millionen Euro über der bisherigen. 2020 hatte der Konzern 4,3 Milliarden Euro umgesetzt.

Die Marge soll zwischen 15 und 15,5 Prozent liegen (2020: 11,6), gemessen am Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit), wie das Unternehmen am Donnerstagabend in Mailand mitteilte. Bislang hatte der Konzern eine Marge zwischen 14 und 15 Prozent angepeilt. Pirelli begründete die bessere Prognose mit steigenden Preisen und einem höheren Anteil teurer Reifen am Umsatz.

Zweites Quartal besonders gewinnbringend

Diese Effekte sorgten bereits für ein gutes Geschäft im ersten Halbjahr – und hier vor allem im zweiten Quartal. Die Erlöse zogen in den ersten sechs Monaten im Vergleich zum Vorjahr um 41 Prozent an auf knapp 2,6 Milliarden Euro.

Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) in der ersten Jahreshälfte habe rund 377 Millionen Euro betragen – nach knapp 67 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2020. Damals war das Geschäft stark von der Corona-Pandemie betroffen.

Die operative Marge von Pirelli im ersten Halbjahr belief sich auf 14,7 Prozent (Vorjahr: 3,7). Unterm Strich stand ein Gewinn von 132 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr des Vorjahres steckte Pirelli noch in den roten Zahlen.

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