Globaler Absatz Renault verkauft mehr Autos

Von Yvonne Simon 3 min Lesedauer

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Der französische Autokonzern konnte mit seinen Marken Renault, Dacia und Alpine den Absatz im ersten Halbjahr steigern. Vor allem die BEV-Verkäufe in Europa kletterten.

Der elektrische R5 kommt gut an.(Bild:  Renault)
Der elektrische R5 kommt gut an.
(Bild: Renault)

Die Renault Group hat ihren globalen Absatz im ersten Halbjahr 2025 trotz schwieriger Marktbedingungen gesteigert. Mit den Marken Renault, Dacia und Alpine verkaufte der Konzern zwischen Januar und Juni nach eigenen Angaben rund 1,17 Millionen Fahrzeuge. Das entspricht einem Wachstum von 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In Europa kletterte der Gruppen-Absatz um 5,4 Prozent, während der Gesamtmarkt um ein Prozent rückläufig war.

Die Absatzzahlen legt der Konzern eine Woche nach seiner Gewinnwarnung vor, die unter anderem von einem schwachen Juni-Absatz und einer sich verschlechternden Marktentwicklung ausgelöst wurde.

In der ersten Jahreshälfte steigerte die Marke Renault das Volumen global um 2,7 Prozent auf 808.413 Einheiten. Das größte Wachstum generierten die Franzosen auf außereuropäischen Märkten: Außerhalb des Heimat-Kontinents stieg der Absatz um 16,3 Prozent. Insgesamt erzielt die Marke 36 Prozent ihres Absatzes außerhalb Europas.

In Europa verbuchte die Marke Renault ein Absatz-Plus von 8,4 Prozent auf 394.278 Fahrzeuge. Besonders hebt Renault das Wachstum mit Elektroautos hervor. Der BEV-Absatz in Europa stieg um 57 Prozent, der Gesamtmarkt wuchs im selben Zeitraum um 24,9 Prozent. Batterieelektrisch angetriebene Fahrzeuge machen bei Renault 16 Prozent des Absatzes aus. Gepusht wurde die Elektroquote vom neuen Renault 5 E-Tech, der seit seinem Marktstart 49.000 Mal verkauft wurde. Elektrifiziert sind inzwischen 59 Prozent der verkauften Fahrzeuge bei Renault.

Nutzfahrzeug-Absatz sinkt

Schwierig ist derzeit das Geschäft mit leichten Nutzfahrzeugen. Renault musste hier im ersten Halbjahr einen Rückgang um 29 Prozent hinnehmen, der Gesamtmarkt schrumpfte derweil nur um 13 Prozent. Als Gründe für das schlechte Abschneiden nennt Renault das Auslaufen des Renault Express in Europa, dessen Volumen noch nicht vollständig durch den Renault Kangoo kompensiert werden konnte. Außerdem sei der Ausbau des Angebots der Master-Baureihe noch nicht abgeschlossen.

Bei Dacia ging der globale Absatz im ersten Halbjahr um 0,7 Prozent auf 356.084 Fahrzeuge zurück. Das Minus sei darauf zurückzuführen, dass der Duster in der Türkei nun unter der Marke Renault verkauft werde.

Dacia wächst in Europa leicht

Am europäischen Pkw-Markt legte Dacia um 1,1 Prozent auf 308.957 Einheiten zu. Der Marktanteil stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 4,5 Prozent. Bestseller blieb der Sandero mit 151.948 Einheiten, auch wenn die Verkäufe des Kleinwagens um 7,8 Prozent sanken.

Für das Gesamtjahr 2025 nimmt sich Dacia einen Absatz von ungefähr 700.000 Fahrzeugen vor, wie Marketing- und Vertriebschef Frank Marotte im Gespräch mit Journalisten erklärte.

Markenmonitor 2025

»kfz-betrieb«-Dossier

Vertriebsnetze – Gute Stimmung, schlechte Stimmung

Der Markenmonitor 2025 beleuchtet, wie zufrieden der Handel mit 28 Marken ist.
(Bildquelle: VCG)

Seat und Cupra sind top, Citroën ist das Schlusslicht im diesjährigen Markenmonitor des Instituts für Automobilwirtschaft (IfA). Nur warum ist das so? Gibt es Entwicklungspotenzial und wie schätzt die Branche die Fabrikate ein? Um Antworten zu geben, hat »kfz-betrieb« die Markenmonitor-Daten durchgesehen, komprimiert und durch Grafiken anschaulich aufbereitet. Dadurch ist ein Kompendium entstanden, das die Gemütslage des Handels in 28 Vertriebsnetzen durchleuchtet und auf den Punkt bringt. Die Ergebnisse finden Abonnenten im Online-Dossier Markenmonitor 2025.

Besonders zufrieden ist Dacia mit seinem neuesten Modell, dem C-SUV Bigster, das im ersten Halbjahr 17.329 mal zugelassen wurde und für das laut Marotte ein Auftragsbestand von 38.000 Bestellungen vorliegt. In Deutschland hat Dacia über 7.000 Bigster verkauft und erziele damit hohe Eroberungsraten. „Jeder Bigster bedeutet einen neuen Kunden für Dacia“, sagte Marotte. Viele Kunden – international 69 Prozent – wählen den Bigster als Vollhybrid.

Perspektivisch will Dacia alle Baureihen elektrifizieren, bestätigte Marotte. Wann es auch den Sandero als Hybrid geben soll, ließ der Manager allerdings offen.

In der ersten Jahreshälfte 2025 waren bei Dacia 23,5 Prozent der verkauften Fahrzeuge elektrifiziert, 14,4 Prozentpunkte mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Günstig-Stromer Spring verbuchte eine Steigerung um fast zwei Drittel (62,5 Prozent) auf 19.254 Einheiten.

Deutlich zulegen konnte die Marke Alpine. 5.015 Zulassungen bedeuten ein Plus von 85 Prozent. Das neue Modelle A290 steuerte 3.699 Einheiten bei.

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