Verzicht auf Tesla Rossmann hat genug von Musk-Irrsinn

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Einst war Tesla angetreten, die Mobilität klimafreundlicher zu gestalten. Viele aktuelle Aussagen von Firmengründer Elon Musk wollen zu diesem Kurs so gar nicht mehr passen. Nun zieht ein prominenter Kunde die Konsequenz.

Die Drogeriemarkt-Kette Rossmann will keine Tesla-Neuwagen mehr anschaffen.(Bild:  Rossmann)
Die Drogeriemarkt-Kette Rossmann will keine Tesla-Neuwagen mehr anschaffen.
(Bild: Rossmann)

Der US-Hersteller Tesla hat nicht nur mit der rückläufigen Elektronachfrage in westlichen Ländern zu kämpfen, sondern zunehmend auch mit den erratischen Aussagen des Gründers Elon Musk. Nun hat ein anderer Firmenchef, Raoul Rossmann, die Konsequenz gezogen und Tesla-Fahrzeuge aus der Fuhrpark-Policy gestrichen.

Der Sprecher der Geschäftsführung der Drogeriemarkt-Kette Rossmann begründet den Schritt mit einer „Unvereinbarkeit zwischen den Aussagen von Tesla-CEO Elon Musk und den Werten, die Tesla mit seinen Produkten vertritt“. Rossmann werde daher keine weiteren Tesla-Fahrzeuge mehr in den Fuhrpark aufnehmen.

Raoul Rossmann bezieht sich in seiner Aussage auf die Diskrepanz zwischen der Aussage von Musk aus dem Jahr 2018, dass Tesla beitragen solle, das Risiko einer Klimakatastrophe zu senken, das alle Lebewesen auf der Erde betreffen werde. Inzwischen gehört Musk allerdings zum Unterstützerkreis von US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump, der den Klimawandel leugnet. „Diese Haltung steht in krassem Gegensatz zur Mission von Tesla“, so Rossmann.

Ankündigung steht für eine beunruhigende Entwicklung

Wie viele Tesla-Fahrzeuge Rossmann im Bestand hat, teilte das Unternehmen nicht mit – laut einem Bericht des „Stern“ sollen es 34 von gut 800 Einheiten sein. Den aktuellen Bestand an Tesla-Fahrzeugen will die Drogerie-Kette aus Gründen der Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung jedoch weiterhin nutzen.

Mit seiner letztlich eher symbolischen Entscheidung reiht sich Rossmann ein in eine größere Absetzbewegung vom einstigen E-Auto-Pionier, die in Summe dem Autobauer durchaus schaden kann. So haben bereits die Autovermietungen Sixt und Hertz die Zusammenarbeit mit Tesla aufgekündigt – wenn auch aus wirtschaftlichen Gründen wegen der geringen E-Auto-Nachfrage. Aber in den sozialen Medien regt sich viel Kritik bisheriger Tesla-Fans an Musks Kurs – verbunden mit Ankündigungen, keine weiteren Tesla-Modelle mehr zu kaufen.

Auch der monströse Cybertruck sorgte bereits für Unmut unter ökologisch motivierten Tesla-Käufern. Während einer Vorstellungstour durch Deutschland wurde das Fahrzeug Mitte Juli mit Farbe übergossen.

(ID:50126170)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung