Stellantis Rüsselsheim erweitert Stop-Drive-Rückruf

Von Niko Ganzer 2 min Lesedauer

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Nun sind auch rund 12.400 Citroën C4, DS4 und DS5 in Deutschland mit einem Nutzungsverbot aufgrund gefährlicher Takata-Airbags belegt. In Frankreich gilt dies auch für zahlreiche Opel-Modelle, nicht aber bei uns, wie Stellantis betont.

Tausende älterer C4 sollen hierzulande aus Sicherheitsgründen fürs Erste nicht mehr gefahren werden. (Bild:  Citroën)
Tausende älterer C4 sollen hierzulande aus Sicherheitsgründen fürs Erste nicht mehr gefahren werden.
(Bild: Citroën)

Stellantis hat den „Stop-Drive“-Rückruf im Zusammenhang mit gefährlichen Takata-Airbags erweitert. Ab sofort sollen auch bestimmte C4-, DS4- und DS5-Modelle bis auf Weiteres nicht mehr genutzt werden, wie ein Konzernsprecher auf Anfrage bestätigte. Betroffene Kunden würden direkt kontaktiert und klare Anweisungen über das weitere Vorgehen erhalten. „Wir fordern alle betroffenen Fahrzeughalter dringend auf, die Angelegenheit ernst zu nehmen und die bereitgestellten Anweisungen unverzüglich zu befolgen“, betonte er.

Bislang waren nur für den C3 und DS3 Fahrverbote ausgesprochen worden. Doch nun habe man einen „umfassenderen Ansatz zum Management potenzieller Risiken im Zusammenhang mit alternden Takata-Airbag-Gasgeneratoren“ gewählt, sagte der Sprecher. Die Anweisung gilt für den C4 (2. Generation) und DS4 (1. Generation): bis einschließlich Baujahr 2011, sowie bis 2013 gebaute DS5 (1. Generation).

Einige wenige Fahrzeuge waren bereits seit 2020 Bestandteil eines Rückrufs (Aktionscodes: „GYY“, „GYB“, „GYC“ oder „HNU“). Die erweiterte Aktion trägt die interne Kennung „GM3“ und gilt laut dem Sprecher hierzulande für 12.391 Einheiten. Weltweit sind es wohl um die 440.000.

Mit Ausnahme des Elektromodells C-Zero (Bauzeit: Oktober 2010 bis Februar 2017) sind nun hierzulande alle vom Takata-Debakel betroffenen Citroën und DS mit einem Fahrverbot belegt. Der Rückruf „GCD“ startete aber bereits Ende 2017 für etwas über 1.000 Einheiten und sollte abgearbeitet sein – das gilt auch für die baugleichen Peugeot Ion (Code: „HUD“) und Mitsubishi I-Miev („R3033422“, „R3033423“).

Kein Fahrverbot für Opel-Modelle in Deutschland

In Frankreich haben Behörden unterdessen auch eine „Stop-Drive“-Kampagne für Opel-Modelle aus folgenden Bauzeiträumen angekündigt:

  • Meriva: 01.05.2010 - 15.02.2017
  • Mokka: 10.10.2011 - 23.05.2018
  • Vectra: 15.08.2005 - 25.09.2008
  • Zafira: 15.10.2011 - 14.03.2016
  • Signum: 16.08.2005 - 18.06.2008
  • Astra: 19.01.2005 - 24.04.2017
  • Cascada: 21.03.2013 - 06.11.2017

Der neu genannte Aktionscode „KU3“ betreffe ausschließlich Frankreich, unterstrich der Sprecher. Für Deutschland gebe es keine zusätzliche Stop-Drive-Anordnung von Stellantis. Es bleibt somit bei der bekannten Opel-Kennung „KBM“, die bei uns den Herstellerangaben zufolge zu etwa einem Drittel abgearbeitet ist. Der Umfang der zu reparierenden Autos beträgt hierzulande rund 158.000 Einheiten, die bis zur Reparatur also weiter gefahren werden dürfen.

Markenmonitor 2025

»kfz-betrieb«-Dossier

Vertriebsnetze – Gute Stimmung, schlechte Stimmung

Der Markenmonitor 2025 beleuchtet, wie zufrieden der Handel mit 28 Marken ist.
(Bildquelle: VCG)

Seat und Cupra sind top, Citroën ist das Schlusslicht im diesjährigen Markenmonitor des Instituts für Automobilwirtschaft (IfA). Nur warum ist das so? Gibt es Entwicklungspotenzial und wie schätzt die Branche die Fabrikate ein? Um Antworten zu geben, hat »kfz-betrieb« die Markenmonitor-Daten durchgesehen, komprimiert und durch Grafiken anschaulich aufbereitet. Dadurch ist ein Kompendium entstanden, das die Gemütslage des Handels in 28 Vertriebsnetzen durchleuchtet und auf den Punkt bringt. Die Ergebnisse finden Abonnenten im Online-Dossier Markenmonitor 2025.

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